Ekeliger Betrug: Costa-Blanca-Hotels verbannen Minibars

Ekel-Betrug: Costa-Blanca-Hotels verbannen Minibars

Zahlreiche Hotels an der Costa Blanca wollen in Zukunft auf Minibars verzichten. Der Grund dafür ist absolut ekelerregend: Immer wieder füllen Touristen leere Getränke offenbar mit Wasser oder Urin wieder auf.

Mila Krull
Hotels an der Costa Blanca verbannen ihre Minibars.
Hotels an der Costa Blanca verbannen ihre Minibars.

Foto: imago/UIG

Iiiigitt – was für eine eklige Vorstellung! Immer wieder haben Touristen an der spanischen Costa Blanca rund um die Partymetropole Benidorm ihre geplünderten Minibars offenbar mit sämtlichen verfügbaren Flüssigkeiten aufgefüllt. Nicht nur für die Hotelangestellten ein unzumutbarer Zustand!

„Es klingt wie eine Lüge, aber ich kann Ihnen versichern, dass es wahr ist“, sagte ein Hoteldirektor, der anonym bleiben wollte, der spanischen Zeitung „Levante“. Es hätte Gäste gegeben, die die Flaschen mit Urin aufgefüllt hätten. Gott sei Dank sei dies vom Personal immer bemerkt worden. Wie Mitarbeiter aus dem Hotelsektor mitteilten, soll es sich meist um die Minibars britischer Touristen handeln.

Neben den Ekeltricks der Gäste, hätte aber auch die geringe Nachfrage aufgrund der hohen Preise und eine Änderung im örtlichen Hotelleriegesetz dazu geführt, dass rund 90 Prozent der Costa-Blanca-Hotels künftig auf die gefüllten Bars verzichten, schreibt „Levante“.

Laut der Umfrage eines spanischen Buchungsportals, gab jeder dritte befragte Teilnehmer an, bereits einmal eine Flasche aus der Minibar mit einer anderen Flüssigkeit wieder aufgefüllt zu haben, um nicht bezahlen zu müssen. Dies sei neben dem Diebstahl von Handtüchern und Bademänteln eine der häufigsten Betrugsmaschen in Hotels.

Spanische Behörden wollen Partyexzesse und Touristenfeiern einschränken

Immer wieder sorgen britische Touristen mit ihren ausufernden Urlauben für Schlagzeilen und Ärger bei Anwohnern und Hotel- und Gastronomiebetreibern. Im Juli hatten Partygäste für Aufregung gesorgt, als sie einem Obdachlosen Geld für ein Stirntattoo anboten. Mit mehreren Maßnahmen versuchen mittlerweile auch die spanischen Behörden in Benidorm, Magaluf und Co. das asoziale Verhalten und die Exzesse einzudämmen.

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