Palma de Mallorca: Badeverbot wegen Abwassers in der Bucht

Mallorca: Badeverbot in Palma wegen Abwasserproblems

Eine stinkende Brühe aus Regen- und Abwasser treibt in der Bucht von Palma de Mallorca. Deshalb weht an den Stadtstränden die rote Flagge. Baden ist hier verboten – in diesem Sommer bereits zum achten Mal.

Saskia Bücker
Weil die Wasserqualität so mies ist, weht mal wieder die rote Flagge weht am Badestrand. (Symbolfoto)
Weil die Wasserqualität so mies ist, weht die rote Flagge an Palmas Stränden – mal wieder. (Symbolfoto)

Foto: imago/imagebroker

In Can Pere Antoni und Ciutat Jardí weht die rote Flagge, das heißt baden und schwimmen ist für Urlauber verboten. Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, ist nach einem Wolkenbruch am Donnerstagmorgen ein Gemisch aus Regen- und Abwasser in die Bucht von Palma de Mallorca geschwappt. 

Und es ist nicht das erste Badeverbot in der Inselhauptstadt: Die Stadtstrände von Palma de Mallorca sind damit bereits zum achten Mal in diesem Sommer gesperrt worden.

Dauerthema: Die Kloake in der Bucht von Palma de Mallorca

Seit Jahren ist die veraltete Kläranlage aus den 60er-Jahren auf der Urlaubsinsel bei starkem Regen überfordert. Dass große Mengen Fäkalschlamm ungehindert ins Meer fließen, ist auf Dauer keine Lösung.

Wie ein Video der Initiative „Blue Mallorca“ von Ende März zeigt, treibt in der Bucht von Palma immer wieder ein großer Abwasserteppich. Im Wasser sind Klopapierreste, Fäkalien, Kondome, Plastikmüll und andere Abfälle. 

Die Insel will das Abwasserproblem in den Griff bekommen

Das Problem wird bei so vielen Vorfällen immer dringender. Die Insel will das Abwasserproblem schon länger angehen. So dominiert auch der Fäkalärger dieser Tage die Debatten. Pläne gibt es schon lange, aber es scheitert an der Umsetzung. 

So soll beispielsweise eine 3,2 Kilometer lange Rohrleitung gebaut werden, die Innenstadt und Kläranlage verbinden soll. Juristische Konsequenzen hat die Einleitung des Schlammwassers wohl vorerst nicht, berichtet die Lokalzeitung „Diario de Mallorca“. Die Staatsanwaltschaft sehe keine Indizien für ein Umweltdelikt. 

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