Evakuierungen: „Mangkhut“ rast auf Südostasien zu

Evakuierungen: „Mangkhut“ rast auf Südostasien zu

Zehn Millionen Menschen leben auf dem Gebiet, das der Taifun „Mangkhut“ auf den Philippinen voraussichtlich durchqueren wird. In China sind es noch mehr. Die Evakuierungen sind in vollem Gange.

Bereits jetzt sorgt „Mangkhut“ für Überflutungen.
Bereits jetzt sorgt „Mangkhut“ für Überflutungen.

Foto: imago/Pacific Press Agency

Tausende Menschen wurden bereits gestern vom nördlichen Zipfel der philippinischen Hauptinsel Luzon in Sicherheit gebracht, wo Taifun „Mangkhut“ am Samstagmorgen (Ortszeit) auf Land treffen soll. Der philippinische Wetterdienst warnte, dass die Sturmflut eine Höhe von bis zu sechs Metern erreichen könnte, berichtet der arabische Nachrichtensender „Al Jazeera“.

Das philippinische Rote Kreuz ist in Alarmbereitschaft

Das Rote Kreuz teilte auf Twitter mit, dass das Philippinische Rote Kreuz in größter Alarmbereitschaft mit Helfer- und Rettungsteams, Wasservorräten und Hilfsgütern vor Ort sei.

In einigen Gebieten wollen die lokalen Behörden Zwangsevakuierungen durchführen. „Mangkhut“ soll der stärkste Taifun des Jahres werden. Der bisher schlimmste Tropensturm, der die Philippinen traf, war Supertaifun „Haiyan“, an dessen Folgen im November 2013 7.350 Menschen starben. Nach den Philippinen wird „Mangkhut“ voraussichtlich auf die Küste Chinas treffen.

Am Sonntagabend (Ortszeit) soll sich der Taifun bis auf 200 Kilometer vor der Millionenstadt Hongkong vorarbeiten. Die Behörden haben Bewohner der Gebiete Lei Yu Mun, Tai O und der Außeninseln von Hongkong dazu aufgerufen, geschützte Orte aufzusuchen, berichtet die chinesische Zeitung „South China Morning Post“.

Regierungschefin warnt davor, während des Sturms nach draußen zu gehen

„Ich hoffe, die Bewohner werden drinnen bleiben und nicht nach draußen gehen, besonders nicht, um sich die Sturmflut anzusehen. Das würde nicht nur sie selbst in Gefahr bringen, sondern auch Rettungsdienste unter Druck setzen“, sagte die Regierungschefin von Hongkong, Carrie Lam Cheng Yuet-ngor, der „South China Morning Post“. Die Stadt installierte Flutbarrieren und ist darauf vorbereitet, Bewohnern bei der Evakuierung zu helfen, falls dies notwendig werden sollte.

Das Auswärtige Amt warnt Reisende ebenfalls vor dem Supersturm: „Der Taifun ‚Mangkhut‘ wird nach dem Sturm ‚Barijat‘ ab Sonntag, 16. September 2018, auf die Küste von Guangdong treffen und zu weiteren extremen Witterungsbedingungen führen. Es muss mit Beeinträchtigungen im Reiseverkehr gerechnet werden.“ Reisende werden gebeten, die Hinweise der lokalen Behörden unbedingt zu beachten. 

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Zur
Startseite