In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag brachte der Nachtspaziergang einer Frau den Zugverkehr durcheinander. Die Bahnstrecke von Magdeburg nach Helmstedt musste der Bundespolizei zufolge in der besagten Nacht gesperrt werden. Dadurch verspäteten sich insgesamt 35 Zügen auf der Strecke.

Frau im Gleisbereich löst 35 Zugverspätungen aus

Eine 44-jährige wurde Mittwoch Nacht im Bereich Sommersdorf auf den Bahngleisen entdeckt. Ein Zugfahrer meldete die Frau um 0.40 Uhr bei der Bundespolizei, woraufhin die Strecke, auf der sich die Spaziergängerin befand, sofort gesperrt wurde. Infolgedessen sammelten 35 Zügen am frühen Donnerstagmorgen insgesamt 3.492 Minuten Verspätung an.

Polizei findet die Frau auf den Schienen

Die Bundespolizei suchte mit einem Spürhund und einem Hubschrauber nach der gemeldeten Person. Die Suche endete gegen 2 Uhr nachts, nachdem die Polizei die Frau auf den Bahnschienen laufend entdeckte. Die Beamten holten die 44-Jährige sofort aus dem Gefahrenbereich – immerhin ist ein Spaziergang auf der Bahnstrecke lebensgefährlich.

Dieser Gefahr war sich die Dame aber anscheinend nicht bewusst. Denn auch nachdem die Beamten die Frau nach Hause gebracht hatten, bekamen sie keine Begründung für den riskanten Spaziergang. 

Nach eigener Aussage sei sich die 44-Jährige zu keiner Zeit bewusst gewesen, weshalb ihr Spaziergang sie in Lebensgefahr hätte bringen können. Alles in allem hatte ihr nächtlicher Ausflug dann doch ziemlich glimpfliche Folgen. Das Handeln der Frau kostete sie ein Verwarngeld von 25 Euro – das Betreten der Bahngleise gilt als Ordnungswidrigkeit.