Supertaifun „Mangkhut“ nimmt Kurs auf die Philippinen und China

Supertaifun nimmt Kurs auf die Philippinen und China

Er soll der stärkste Taifun des Jahres werden. Der tropische Wirbelsturm „Mangkhut“ rast mit 265 Kilometern pro Stunde auf die Philippinen zu. Behörden haben Evakuierungen angeordnet.

Bereits jetzt sorgt „Mangkhut“ für Überflutungen.
Bereits jetzt sorgt „Mangkhut“ für Überflutungen.

Foto: imago/Pacific Press Agency/Robert Oswald Alfiler

Evakuierungen, Schulschließungen und die dringende Aufforderung an Bauern, ihre Ernte einzuholen – diese Vorsorgemaßnahmen haben die Behörden im Norden der Philippinen angeordnet. Denn Taifun „Mangkhut“ könnte mit der Kraft eines Supertaifuns auf die nordöstliche Küste von Luzon, der bevölkerungsreichsten Insel der Philippinen, treffen.

Am Samstag soll der Taifun auf den Philippinen auf Land treffen

Noch ist der Taifun mehrere Hundert Kilometer von der Küste entfernt. Den Vorhersagen nach soll er aber am Samstag auf Land treffen, berichtet der amerikanische TV-Sender „CNBC“. In Kombination mit dem Monsun könnte er Starkregen verursachen, der zu Erdrutschen und Sturzfluten führen könnte.

Der deutsche Wetterdienst „Kachelmannwetter“ warnt: „Supertaifun ‚Mangkhut‘ ist noch stärker als ‚Florence‘ mit mittleren Windgeschwindigkeiten von etwa 260 Kilometern pro Stunde!“ Hurrikan „Florence“ rast zurzeit auf die US-Ostküste zu.

Auch das Auswärtige Amt warnt vor „Mangkhut“

Das Auswärtige Amt warnt Reisende ebenfalls vor dem Supersturm: „Der besonders starke Taifun ‚Mangkhut‘ wird ab Freitag, 14. September 2018, im Norden der Philippinen zu extremen Witterungsbedingungen führen und voraussichtlich am Samstag, 15. September 2018, den Norden von Luzon erreichen. Es muss mit lebensgefährlichen Sturmfluten, starken Regenfällen und Überschwemmungen sowie Beeinträchtigungen in der Infrastruktur und im Reiseverkehr gerechnet werden.“

Reisende in der Region sollen Hinweise lokaler Behörden einschließlich möglicher Evakuierungen unbedingt beachten. Am Donnerstag soll laut „CNBC“ mit der Evakuierung der Dörfer im Norden, die auf dem vorhergesagten Weg des Taifuns liegen, begonnen werden. Am Freitag sollen dann Schulen und Behörden schließen. „Mangkhut“ ist Taifun Nummer 15, der dieses Jahr auf die Philippinen trifft. Das Land erlebt etwa 20 pro Jahr.

Ein Supertaifun im Jahr 2016 zerstörte Zehntausende von Häusern

„Ich will betonen, dass dieser Sturm ganz anders ist. Er ist komplizierter, wegen möglicher Flutwellen“, sagte Manuel Mamba, der Gouverneur der Provinz Cagayan im Norden von Luzon, „CNBC“. 2016 traf schon einmal ein Supertaifun auf Cagayan. Er zerstörte Zehntausende von Häusern. 

Zurzeit befindet sich „Mangkhut“ etwa 800 Kilometer von der Küste entfernt im Pazifik. Er hat Windstärken von 265 Kilometern pro Stunde mit Böen von bis zu 325 Kilometern pro Stunde. Wenn er die Philippinen hinter sich lässt, soll er den Vorhersagen nach in Richtung von Hongkong und dem Süden von China weiterziehen.

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