Ryanair-CEO O’Leary nennt Forderungen der deutschen Piloten „unsinnig“

Ryanair: O’Leary nennt Pilotenforderung „unsinnig“

Ryanair wird nicht nachgeben – das ist die zentrale Botschaft der gestrigen Pressekonferenz der Airline. Man müsse Streiks wie den in Deutschland in Kauf nehmen, um Flugpreise niedrig zu halten.

Michael O’Leary bei einer Pressekonferenz in Warschau vergangene Woche.
Hat trotz streikender Belegschaft was zu lachen: Michael O’Leary.

Foto: imago/newspix/Grzegorz Krzyzewski

Für 24 Stunden haben die Piloten und Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland gestern gestreikt, 150 Flüge wurden gestrichen. Allerdings scheint der Arbeitsausstand die irische Billig-Airline relativ kaltgelassen zu haben: Bei einer Pressekonferenz am Mittwochnachmittag zog Ryanair-Geschäftsführer Michael O’Leary eine erste Bilanz. 

Ryanair-Boss findet die Beeinträchtigung durch Streiks minimal

Er sprach von einer „minimalen Störung“ und verkündete, die Airline werde in dem Tarifstreit nicht von ihrem Standpunkt ablassen. Das berichtet der britische „Mirror“. „Ryanair wird nicht jedes Mal, wenn mit Streik gedroht wird, umkippen und eine höhere Kostenbasis bewilligen“, so O’Leary.

Wenn die Airline mit Streikdrohungen konfrontiert werde und die Gründe dafür unsinnig seien, werde sie die Streiks hinnehmen und sie genauso umschiffen, wie es bereits in Irland gelungen sei. Dort seien an fünf Tagen von je 300 Flügen nur 20 ausgefallen. Am gestrigen Mittwoch hätten mehr als 70 Prozent der in Deutschland stationierten Piloten und Flugbegleiter regulär gearbeitet, teilt das Unternehmen mit.

„Wir wollen keine Streiks, aber wir sind bereit, sie zu akzeptieren, wenn wir dadurch unser Kostenniveau verteidigen und unseren Kunden weiterhin Billigflüge anbieten können“, begründete er die Einstellung der Airline. 

Streiks bei Ryanair häufen sich

In den vergangenen Wochen war es europaweit mehrmals zu Streiks bei Ryanair gekommen, zuletzt am gestrigen Mittwoch. Und schon jetzt kündigen Mitarbeiter in fünf europäischen Ländern für Ende dieses Monats weitere Arbeitsausstände an. 

Die Gewerkschaften fordern unter anderem bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. 

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