Steigenberger: Paar soll an E-coli-Bakterien-Infektion gestorben sein

Tote im Steigenberger: Briten starben an E-coli-Bakterien

Zur Todesursache des britischen Paares, das bei dem Aufenthalt im Steigenberger Aqua Magic Hotel im ägyptischen Hurghada gestorben ist, liegt nun ein offizieller Bericht der ägyptischen Behörden vor. 

Mila Krull
Ein Zimmer im Steigenberger Aqua Magic in Hurghada, Ägypten.
Ein Zimmer im Steigenberger Aqua Magic in Hurghada, Ägypten.

Foto: facebook.com/Steigenberger Aqua Magic

In dem Statement heißt es, dass eine durch E-coli-Bakterien bedingte Infektion den Tod der beiden Briten verursacht habe. Die Behörden verwiesen darin auf das offizielle Obduktionsergebnis, wie unter anderem die „BBC“ berichtet.

Die britischen Eheleute waren nach einem Urlaub im Steigenberger Aqua Magic Hotel am 21. August kurz nacheinander überraschend verstorben. Seither gab es zahlreiche Spekulationen zur Todesursache. Noch am Mittwochmittag hatte etwa die „Times“ toxische Pestizide, die in einem anliegenden Zimmer versprüht wurden, als Ursache genannt. 

Thomas Cook hatte zuvor bereits von Krankheitserregern im Essen berichtet

Bereits vor einigen Tagen hatte der Reiseveranstalter Thomas Cook mitgeteilt, dass bei einer unabhängingen Untersuchung in den Lebensmitteln der Hotelanlage eine hohe Anzahl an Krankheitserregern, darunter die E-coli-Bakterien, festgestellt worden sei. Es hieß aber, diese Ergebnisse brächten keine neuen Erkenntnisse im Fall der beiden verstorbenen Briten. 

Auf Nachfrage des reisereporters konnte sich Thomas Cook bisher noch nicht zu den Obduktionsergebnissen äußern. Man werde einige Zeit benötigen, um den Bericht von den zuständigen Experten überprüfen zu lassen. Die Steigenberger Hotels AG bestätigte am späten Mittwochabend, dass die Todesursache des britischen Ehepaares im Steigenberger Aqua Magic durch eine Aussage des Ersten Staatsanwalts Nabil Sadek öffentlich gemacht worden sei.

Steigenberger verspricht bessere Schulung des Hotelpersonals

Die Ergebnisse des veröffentlichten Autopsieberichts würden nicht den strengen Qualitäts- und Sicherheitsstandards der Steigenberger Hotels entsprechen, so die AG. Das Unternehmen werde nun die Richtlinien und Sicherheitsbestimmungen für alle Franchise-Hotels überprüfen und wenn nötig überarbeiten. 

Zudem soll sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter noch besseres Training bekommen, um mögliche Risiken zu vermeiden. 

Steigenberger Hotels AG diskutiert zukünftige Zusammenarbeit mit dem Aqua Magic Hotel

Das Unternehmen werde die Situation vor Ort weiterhin analysieren. Da der Geschäftsführung noch nicht der vollständige Obduktionsbericht vorliege, könne sie nicht bestätigen, dass die Familie sich durch das Hotelessen infiziert habe.

„Alle Steigenberger-Hotels müssen sicher sein. In diesem Bereich bin ich nicht bereit, irgendwelche Kompromisse einzugehen“, so Geschäftsführer Thomas Willms. 

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