Hunderttausende Menschen mussten bei den heftigen Überschwemmungen im südindischen Kerala im August ihre Häuser verlassen, mehrere Hundert Menschen starben und unzählige Gebäude und Straßen wurden zerstört.

Auch wenige Wochen nach den starken Monsunregenfällen ist der Bundesstaat noch nicht wieder zur Normalität zurückgekehrt. Der Süden Indiens ist wegen der Nationalparks und Ayurveda-Resorts ein beliebtes Reiseziel bei ausländischen Touristen. 

Auswärtiges Amt: Kerala noch immer mit Aufbauarbeiten beschäftigt

Anlässlich der andauernden Aufbauarbeiten hat das Auswärtige Amt seinen Hinweis für die Region aktualisiert. In Kerala gebe es weiterhin Beeinträchtigungen im Reiseverkehr, heißt es. „Der Wiederaufbau der Infrastruktur wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Touristen wird empfohlen, sich vor Antritt der Reise über die aktuelle Lage zu informieren und den Hinweisen der lokalen Behörden Folge zu leisten.

Überflutungen in Indien: Kann ich meine Reise stornieren?

Du hast eine Reise geplant und fragst dich, ob du stornieren kannst? Eine Kündigung wegen unvermeidbarer außergewöhnlicher Umstände sei nur dann gerechtfertigt, wenn die Reise konkret beeinträchtigt sei, so Reiserechtsanwalt Paul Degott.

Das sei zum Beispiel der Fall, wenn die Infrastruktur im Überflutungsgebiet zerstört sei und viele Gebäude betroffen seien. Sprich: Wenn die Reise genau in die Überschwemmungsregion führt, dann kann der Vertrag zum Beispiel über eine Pauschalreise gekündigt werden. Das müsse immer im Einzelfall geklärt werden, so Degott.