Reisetrends: Montenegro ist ein „reisereporter Top Place 2019“

Montenegro: Mein persönlicher Top Place 2019

Solange die Unwissenheit von reisereporter Michael über Montenegro andauerte, so schnell wusste er bei seiner ersten Reise dorthin, dass ihn das Land – sein Top Place 2019 – nicht mehr loslassen wird.

Montenegro ist der „reisereporter Top Place 2019“ von reisereporter Michael.
Montenegro ist der „reisereporter Top Place 2019“ von reisereporter Michael.

Foto: Ankermüller

Ich erinnere mich noch sehr gut an den Moment, als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal nach Podgorica geflogen bin. Die Hauptstadt Montenegros, die nicht mal 200.000 Einwohner zählt, ist für viele bis heute noch unbekannt.

Die Unwissenheit über Montenegro geht sogar so weit, dass manche nicht mal wissen, dass der Balkanstaat an der Adriaküste zu Europa gehört, in welcher Währung man dort bezahlt und ob das Land überhaupt sicher sei, so zumindest die damaligen Gespräche in der Warteschlange vor dem Check-in-Schalter am Flughafen.

Die Schönheit Montenegros liegt dir zu Füßen

Knapp zwei Stunden später – so lange dauert der Flug von Berlin aus – wurde mir bereits beim Landeanflug klar, dass mich dieses Land nicht mehr loslassen wird. Beim Blick aus dem Flugzeugfenster liegt dir, sofern das Wetter mitspielt, die unfassbare Schönheit Montenegros zu Füßen. Unfassbar grüne Berge ragen in den Himmel, die Küste und unberührte Natur lassen sich in diesem Moment nur erahnen.

   

Montenegro: Der Top Place 2019 in Bildern

Kein Wunder, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Reisende (stabile 30 Prozent jährliche Steigerungsrate der Touristen) nach Montenegro kommen. Das Land ist knapp 14.000 Quadratkilometer groß, zählt nicht einmal 700.000 Einwohner und belegt damit gerade mal Platz 156 in der Liste der größten Staaten der Welt. Dennoch bietet Montenegro etliche Superlative, die mich in ihren Bann gezogen haben. 

Montenegro: So viele Superlative in einem Land!

Da gäbe es beispielsweise die tiefste Schlucht Europas, den größten Binnensee des Balkans, den einzigen Fjord des Mittelmeerraums, den längsten Strand der Adria und den letzten Urwald des Kontinents. 

Der Nationalpark Durmitor im Norden Montenegros lädt zum Entspannen ein – er wurde 1980 zum Unesco-Weltnaturerbe ernannt.
Der Nationalpark Durmitor im Norden Montenegros lädt zum Entspannen ein – er wurde 1980 zum Unesco-Weltnaturerbe ernannt. Foto: Michael André Ankermüller

Bist du auf der Suche nach dem Ursprünglichen, solltest du dir das Binnen- und Hinterland anschauen. Nur wenige Hundert Meter hinter der Küstenlinie ragen die Spitzen des Dinarischen Rückens bis in Mittelgebirgshöhe auf, und weiter nördlich erreicht die atemberaubende Bergwelt problemlos hochalpines Niveau. Dort, behaupte ich, findest du auch heute noch ein unberührtes Paradies auf Erden, sofern du keinen Aktivurlaub scheust. 

Eigentlich war Montenegro bereits in den 60er-Jahren ein beliebtes Urlaubsziel und kein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte Europas. Doch der Bürgerkrieg (1992 bis1995) und das UN-Embargo (1995 bis 2000) haben die Urlaubsströme stark beeinträchtigt.

Montenegro ist immer noch an vielen Stellen unberührt.

Doch schon damals sagte mir ein Freund, Rale, sein Heimatland sei ein „Monaco des Ostens“, in dem ausländische Investoren um die Wette bauen und Luxushotels entstehen. Inzwischen hat sich das Land vollständig erholt, und in der Hochsaison von Juli bis Ende August wirst du ein brummendes Geschäft in den Küstenorten erleben.

Es ist schon ein wenig viel: kaum freie Betten, übervolle Strände und überlaufene Promenaden. Auch im Juni und September hat der Tourismus mittlerweile spürbar angezogen. 

Das restliche Jahr, wenn die Hochsaison vorbei ist, hast du das Land fast ausschließlich für dich. „Montenegro ist immer noch an vielen Stellen unberührt“, schwärmt mein Freund Rale über seine Heimat. Dieses Gleichgewicht, hoffe ich, wird das Land beibehalten.

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