Das irische Unternehmen hat die Streikpläne der deutschen Piloten und Flugbegleiter verurteilt und mit Konsequenzen gedroht. Man sehe keine angemessene Grundlage für eine Störung der Reisepläne der Kunden, teilte die Fluggesellschaft am Dienstag mit. Ryanair habe bereits zugestimmt, über regionale Verträge in Deutschland zu verhandeln.

Das Verhalten von Ingolf Schumacher, Vorsitzender im Bereich Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit, könne laut Airline dem Unternehmen und einigen Niederlassungen in Deutschland schaden. Ryanair drohte mit dem Abbau von Stellen und Flugzeugen in Deutschland. Der Marketingchef Kenny Jacobs machte die Vereinigung in einem Statement für die Air-Berlin-Pleite verantwortlich.

Alle Verbindungen aus Deutschland betroffen

Zuletzt hatten die Ryanair-Piloten im August gestreikt. Am Montagabend hatte die Vereinigung Cockpit erneute Streiks der deutschen Rynair-Belegschaft an elf Basen angekündigt. Von Mittwoch bis Donnerstag wollen alle fest angestellten Mitarbeiter ihre Arbeit für 24 Stunden ruhen lassen. Davon sind alle Verbindungen betroffen, die in dieser Zeit von Deutschland aus abfliegen.

Für Mittwoch hat Ryanair 150 von 400 Flügen von und nach Deutschland gestrichen. Über die Ausfälle will das Unternehmen seine Kunden per Mail und SMS informieren. Grund für den Streik sind erneute Verhandlungen über bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen.