Zoll Rosenheim zerstört tausend Kilo Muscheln und Korallen

Zoll zerstört tausend Kilo Muscheln und Korallen

Von diesen unerlaubten Souvenirs bleiben nur Splitter übrig: Weil das Artenschutzlager am Münchner Flughafen geräumt werden musste, vernichteten Zollbeamte knapp eine Tonne Muscheln und Korallen.

Mila Krull

Traurige Aufgabe für Mitarbeiter des Hauptzollamtes in Rosenheim: Um Platz für neue Asservate zu schaffen, muss das Artenschutzlager am Münchner Flughafen regelmäßig geleert werden. Diesmal traf es Tausende beschlagnahmte Muscheln und Korallen, die Reisende unerlaubterweise aus dem Urlaub mitbrachten. 

Wie der Zoll in einer Pressemitteilung berichtet, brachten die Beamten zahlreiche Kisten mit etwa 2.500 ehemaligen Meeresbewohnern in eine Kiesgrube bei Rosenheim. Dort wurden die abgestorbenen Hüllen, die knapp eine Tonne auf die Waage brachten, von der Schaufel eines 9.000 Kilogramm schweren Radladers in Trümmer geschlagen.

Trümmer landen im Straßenbau

Selbst für routinierte Mitarbeiter keine einfache Aufgabe – doch eine Alternative gibt es dem Zoll zufolge nicht. „Laut Auskunft des Bundesamtes für Naturschutz ist die Vernichtung leider notwendig“, sagte die Pressesprecherin des Hauptzollamtes. Es gebe bereits zahlreiche Exemplare, die für Ausstellungs- und Schulungszwecke genutzt werden. Daher könne man keine sinnvolle Verwendung mehr für die Korallen und Fensterschnecken finden.

Mitarbeiter vom Zoll stehen in der Kiesgrube – ein Radlader zertrümmert die Souvenirs.
Mitarbeiter vom Zoll stehen in der Kiesgrube – ein Radlader zertrümmert die Souvenirs. Foto: Zoll

Die Trümmer der unerlaubten Souvenirs werden mit Beton- und Bauschutt vermischt und anschließend für den Straßenbau verwendet. 

Um die gewaltigen Muschel- und Korallenberge künftig zu reduzieren, empfiehlt der Zoll Reisenden, sich vor dem Urlaub genau zu informieren und von Tieren und Pflanzen die Finger zu lassen.

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