Das Schloss des „Märchenkönigs“ Ludwig II. bei Füssen im bayerischen Allgäu gehört zu Deutschlands beliebtesten Touristenattraktionen. Rund 1,5 Millionen Besucher aus aller Welt strömten allein im letzten Jahr durch die aktuell 93 restaurierten Räume. 

Kein Wunder also, dass clevere Souvenirhändler das schneeweiße Traumschloss auf Senfgläsern, Schlüsselanhängern, Nagelfeilen, Kühlschrankmagneten, Regenschirmen, Postkarten oder in Schneekugeln vermarkten. Der Freistaat Bayern hatte die Marke „Neuschwanstein“ allerdings für sich angemeldet. Dagegen klagte der Bundesverband Souvenir Geschenke Ehrenpreise vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). 

Eine Schneekugel des Märchenschlosses Neuschwanstein.
Der Souvenirkrieg um Neuschwanstein-Kitsch ist beendet. (Symbolfoto) Foto: imago/HRSchulz

Die Schlossrestaurierung kostet 20 Millionen Euro

Die Richter haben jetzt entschieden: Neuschwanstein bleibt bayerisches Kulturgut und eine geschützte Marke des Freistaates Bayern. Das Märchenschloss, das 1896 im Auftrag Ludwigs II. erbaut wurde, darf also in Zukunft nur noch auf Souvenirs mit der Lizenzfreigabe des Freistaates Bayern vermarktet werden.

Und Bayern kann das Geld der Touristen und Souvenirsammler gut gebrauchen, denn die aktuelle Restaurierung des Schlosses Neuschwanstein soll über 20 Millionen Euro kosten.