Hurghada: Steigenberger-Berichte verunsichern Reisebüros

Hurghada: Steigenberger-Berichte verunsichern Anbieter

Nachdem im Steigenberger Aqua Magic Hotel in Ägypten zwei Briten ums Leben kamen und Gäste von häufigen Erkrankungen berichteten, wurde die Hygiene des Hotels überprüft. Mit widersprüchlichen Ergebnissen.

Die Hotelanlage des Steigenberger-Hotels Aqua Magic in Hurghada.
Widersprüchliche Berichte: Thomas Cook bestätigte Krankheitserreger im Essen des Steigenberger Aqua Magic Hotels, andere Veranstalter verzeichnen keine Keime. (Symbolfoto)

Foto: facebook.com/Steigenberger Aqua Magic

Bei einer unabhängigen Untersuchung im Auftrag des Reiseveranstalters Thomas Cook wurde eine erhöhte Konzentration von E.-coli-Bakterien und Staphylokokken in Lebensmitteln im Steigenberger Aqua Hotel festgestellt. Die Untersuchung war als Reaktion auf den Tod eines britischen Ehepaares in der Hotelanlage durchgeführt worden. 

Im Widerspruch dazu stehen Berichte von anderen Veranstaltern wie Tui und DER Touristik, denen zufolge keine krankheitserregenden Keime nachgewiesen worden seien und es keine Auffälligkeiten bei den Zahlen erkrankter Gäste gebe.

Thomas Cook evakuierte nach dem Tod zweier Kunden alle seine Gäste aus dem Hotel

Entsprechend verunsichert seien „Reise vor neun“ zufolge Reisebüros, die derzeit Kunden in dem Hotel einquartiert haben. Im Gegensatz zu Thomas Cook, der das Hotel bis Januar 2019 aus dem Angebot genommen hat, checken die Kunden anderer Veranstalter weiterhin in dem Resort ein.

Der Grund für die starke Reaktion vonseiten Thomas Cooks liege wahrscheinlich darin, dass es sich bei der verstorbenen Britin um eine Mitarbeiterin des Veranstalters handele, mutmaßt „Reise vor neun“.

Tochter des britischen Ehepaares beschuldigt die lokalen Behörden

Die Obduktionsergebnisse der Verstorbenen und ihres ebenfalls verstorbenen Mannes stehen noch immer aus. Britischen Medien gegenüber meldete sich jüngst die Tochter des Paares zu Wort, die den ägyptischen Behörden vorwirft, die Todesumstände zu verschleiern.

Die Ergebnisse der Hygieneuntersuchung sollen allerdings in keinem Zusammenhang zu den Todesfällen stehen. Ein Steigenberger-Sprecher sagte zu dem von Thomas Cook vorgelegten Ergebnis, hohe Hygienestandards seien nicht verhandelbar und würden auch für alle Franchise-Hotels der Gruppe gelten. Auch Steigenberger sei mit einem Expertenteam vor Ort, um die Hygienestandards noch einmal zu kontrollieren.

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