Bei Verbraucherschützern in Europa sorgten die neuen Handgepäckbestimmungen von Ryanair für einen Aufschrei: Für bereits gebuchte Flüge nachträglich die Gepäckbestimmungen zu ändern sei nicht rechtens.

Auf diesen Vorwurf reagiert die irische Airline nun. Sie verkündet, allen Passagieren, die bis zum 31. August Flüge ab dem 1. November gebucht haben, die Gebühr für das Handgepäckstück (bis zu zehn Kilogramm) zu erlassen. Es müsste aber trotzdem am Gepäckband abgegeben werden. 

Mehr als zwei Millionen Ryanair-Kunden müssen doch nicht nachträglich draufzahlen

Dies betreffe rund zwei Millionen Nicht-Priority-Kunden. Zusätzlich werde auch allen Kunden, die im selben Zeitraum Priority als Zusatzleistung gewählt hätten, die Gebühr von 8 Euro erstattet. Davon würden etwa 50.000 zusätzliche Passagiere profitieren. 

Ryanair bezeichnet die Änderung als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Aktion nicht von echter Großzügigkeit, sondern durch die lauter werdenden Beschwerden der Verbraucherschützer motiviert ist.