Golden Gate Bridge: 11 spannende Fakten für Urlauber

Golden Gate Bridge: Spannende Fakten für Urlauber

Was musst du wissen, bevor du die Golden Gate Bridge in San Francisco besichtigst? Hier findest du elf Fakten zur bekanntesten Hängebrücke der Welt – auch im Video.

Ein Anblick, den fast jeder kennt, auch wenn er noch nicht in San Francisco war: Die Golden Gate Bridge in der Dämmerung.
Ein Anblick, den fast jeder kennt, auch wenn er noch nicht in San Francisco war: Die Golden Gate Bridge in der Dämmerung.

Foto: unsplash.com/Kyle Cottrell

Symbol für den amerikanischen Traum, Wahrzeichen der Stadt San Francisco, Touristenmagnet – die Golden Gate Bridge beeindruckt als majestätischste Hängebrücke der Welt. Jedes Jahr besuchen schätzungsweise zwischen neun und 14 Millionen Menschen aus aller Welt die Brücke. Fakt Nr. 1: Ihren Namen verdankt die Golden Gate Bridge der Einfahrt zur darunterliegenden Bucht, die 1846 zur Zeit des Goldrausches in Kalifornien „The Golden Gate“ bzw. „Das Goldene Tor“ getauft wurde.

Schon gewusst? Rund um San Francisco bietet sich dir von zahlreichen Orten aus ein spektakulärer Blick auf die bekannte Sehenswürdigkeit. Der beliebteste Ort, um die Golden Gate Bridge zu betrachten, ist South Vista Point – aber auch vom North Vista Point und der Conzelman Road in Marin County sowie vom Baker Beach am Park Presidio hast du einen einzigartige Aussicht auf die weltbekannte Hängebrücke.

Golden Gate Bridge ist wichtige Verkehrsverbindung

Doch die Brücke ist nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern stellt auch eine extrem wichtige Verkehrsverbindung dar. Sie überbrückt die etwa 1,6 Kilometer breite, malerische Einfahrt zur Golden Gate Straße. Und schon sind wir bei Fakt Nr. 2: Täglich befahren etwa 120.000 Autos die sechs Fahrspuren, welche je nach Verkehrslage verändert werden können. 

Mehr als 100.000 Autos passieren die Brücke täglich.
Mehr als 100.000 Autos passieren die Golden Gate Bridge täglich. Foto: unsplash.com/Bryan Angelo

Passend zur Rushhour werden morgens stadteinwärts vier Spuren und stadtauswärts zwei Spuren freigegeben. Eine Umfahrung ist selbst heute mit modernen Fahrzeugen schwer möglich. Kein Wunder also, dass (Fakt Nr. 3) das Bauwerk nur wenige Male komplett gesperrt war, denn dies hat enorme Verkehrsprobleme zur Folge. Vor dem Brückenbau mussten die Bewohner San Franciscos die Meerenge des Pazifiks mühsam mit der Fähre überqueren.

Instandhaltung der Golden Gate Bridge mit hohem Aufwand verbunden

Die Schönheit der Golden Gate Bridge erhalten? Na klar! Schließlich ist das nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern eine Notwendigkeit. Schlechte Wetterverhältnisse, salzige Luft, Nebel und starker Wind setzen der Brücke besonders zu. Fakt Nr. 4: Das Entscheidende bei der Instandhaltung der Brücke ist der witterungsbeständige Anstrich mit Rostschutzfarbe.

So kannst du täglich viele Arbeiter bei Ausbesserungsarbeiten mit Pinsel und Farbe beobachten, die jeden Mangel sofort beheben. Eine Maut deckt die Instandhaltungskosten: Die Fahrt stadteinwärts ist mautpflichtig, die Fahrt stadtauswärts ist hingegen kostenlos.

Orange-rote Farbe der Golden Gate Bridge ist besonderer Hingucker

Oft ist die Brücke in einen dichten Nebel gehüllt, doch wenn sich dieser lichtet, zeigt sich die ganze Pracht der orange-roten Golden Gate Bridge. Fakt Nr. 5: Der als International Orange bezeichnete Anstrich macht das Wahrzeichen der Vereinigten Staaten unverkennbar.

Das rote Wahrzeichen San Franciscos im Nebel.
Das rote Wahrzeichen San Franciscos im Nebel. Foto: unsplash.com/Chris Leipelt

Die Auswahl der Farbe begann allerdings erst nach Beginn der Bauarbeiten. Die Ansichten dazu? Unterschiedlich – das kannst du dir ja sicherlich denken. Wichtig war jedoch, dass die Golden Gate Bridge auch bei schlechtem Wetter von jedem Kapitän gesehen werden konnte. Ein grauer oder schwarzer Anstrich kam somit nicht in Frage. Die Idee zur schlussendlichen Farbwahl ist der rötlichen Grundierung der Stahlteile geschuldet – sie passte nach Meinung der Bürger am besten zur Umgebung.

Golden Gate Bridge ist Bauwerk mit gigantischen Ausmaßen

Die Ausmaße der weltbekannten Hängebrücke beeindrucken. Fakt Nr. 6: Mit einer Spannweite von 2.737 Metern und einer Höhe von 227 Metern galt die Golden Gate Bridge im Jahr 1937 als längste Brücke der Welt. Die Durchfahrtshöhe für Schiffe beträgt 67 Meter bei Flut. Den Rekord als längste Brücke der Welt (Fakt Nr. 7) behielt die Golden Gate Bridge allerdings nur 27 Jahre lang. Mit Eröffnung der Verrazano-Narrow-Brücke in New York verlor sie ihren Titel. Heute ist sie die achtlängste Brücke der Welt.

Die Verrazzano Narrows Bridge in New York.
Die Verrazzano Narrows Bridge in New York. Foto: pixabay.com/Kathy123

Nicht nur die Ausmaße der Brücke sind enorm, sondern auch die Baukosten. Fakt Nr. 8: Bei der Eröffnung der Brücke im Jahr 1937 beliefen sich die Baukosten auf 35 Millionen US-Dollar – für damalige Verhältnisse enorm!. Dieser Summe würden heute Baukosten in Höhe von 629 Millionen US-Dollar entsprechen.

Die Finanzierung der stellte die Verantwortlichen vor große Probleme, denn es war die Zeit der Weltwirtschaftskrise. Banken und Investoren waren kaum bereit, solch große Summen zu investieren. Erst nach heftigen öffentlichen Auseinandersetzungen fand man schließlich eine Lösung und finanzierte die hohen Baukosten ausschließlich durch Anleihen. Fakt Nr. 9: Die Tilgung erfolgte durch Mauteinnahmen und dauerte bis 1971 an.

Golden Gate Bridge in Rekordzeit erbaut

Der Bau der Golden Gate Bridge lief äußerst zügig ab: So konnte die Stadt San Francisco (Fakt Nr. 10) die Hängebrücke nach nur vier Jahren Bauzeit eröffnen – noch vor der geplanten Fertigstellung. Erste Pläne für den Bau einer Brücke gab es schon im Jahr 1872. Nach dem Erdbeben im Jahr 1906 und dem Wiederaufbau nach vollständiger Zerstörung der Stadt wuchs San Francisco rasant an. Mit den aufkommenden Verkehrsproblemen wurden auch die Forderungen nach einem Brückenbau lauter.

So sah die Golden Gate Bridge aus, als sie gebaut wurde.
So sah die Golden Gate Bridge aus, als sie gebaut wurde. Foto: imago/UIG

Der Bau der Brücke forderte insgesamt elf Menschenleben (Fakt Nr. 11). Durch die Einführung von Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit, wie Sicherheitsnetze und Schutzhelme, blieb die Anzahl der Toten glücklicherweise jedoch weit hinter den Schätzungen von 35 Todesopfern zurück.

Bist du also einmal zu Besuch in Kalifornien, dann sollte die Golden Gate Bridge auf jeden Fall auf deinem Reiseplan stehen! Auch als Fotomotiv bieten sich die Brücke und ihr einmaliges Panorama an – so kannst du noch lange Zeit an diesen Ausflug zurückdenken und das imposante Bauwerk bestaunen, wenn du schon längst wieder auf dem heimischen Sofa sitzt.

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