Florenz beherbergt zahlreiche Kunst- und Architekturmeisterwerke der Renaissance und zieht damit jährlich Tausende Touristen an. Einige Besucher der Metropole hinterließen bei den städtischen Anwohnern jedoch anscheinend keinen guten Eindruck. Das hat nun Konsequenzen:

Florenz verbietet das Essen auf öffentlichen Straßen

Das Essen auf offener Straße wurde nun in vier Abschnitten der Stadt zu bestimmten Zeiten schlichtweg verboten, so der „Independent“. Ab sofort ist das Zu-sich-Nehmen von Speisen in Via de’ Neri, Piazzale degli Uffizi, Piazza del Grano und Via della Ninna von 12 Uhr bis 15 Uhr und von 18 Uhr bis 22 Uhr auf offener Straße untersagt. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro rechnen.

Blick auf Florenz in der Toskana, Italien.
Die Stadt Florenz soll in Zukunft sauber bleiben. (Symbolfoto) Foto: unsplash.com/Mark Tegethoff

Müll auf den Straßen: Touristen hinterlassen ihre Spuren

Die strengen Vorschriften und die Geldstrafe sind auf das Verhalten der Touristen zurückzuführen – denn in Florenz landete der Abfall meist nicht in der Tonne, sondern auf den Straßen der Stadt. Die Anwohner fanden das überhaupt nicht lustig und beschwerten sich.

Mit der Maßnahme sollen Touristen die Hauptstadt der Region Toskana zukünftig respektvoller behandeln. Bürgermeister Dario Nardella zufolge seien Besucher, die sich benehmen können wie zu Hause, aber natürlich immer willkommen.

Schilder warnen Florenz-Besucher

Zweisprachige und gut sichtbare Schilder in lokalen Geschäften und Restaurants fordert die Besucher nun auf, Bewohner, Händler und auch die Straßen der Stadt zu respektieren. Gleichzeitig informieren die Schilder über die anfallende Strafe. Zunächst soll das Gesetz nur für vier Monate gelten.