Mit einer Stärke von 6,7 auf der Richterskala erschütterte ein Erdbeben gegen 3 Uhr Ortszeit am frühen Donnerstagmorgen den Westen der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido. Nach aktuellen Meldungen des Nachrichtensenders „NHK“ kam es dadurch zu mindestens sieben Toten und 200 Verletzten. 

Dutzende Menschen werden nach Erdrutschen in Japan weiterhin vermisst

Seitdem sei es zu zahlreichen Nachbeben gekommen. In der Nähe des Epizentrums wurden in Atsuma mehrere Häuser unter Erdrutschen begraben. In der Stadt werden noch immer rund 30 Personen vermisst. Rettungshubschrauber waren im Einsatz, um Einwohner aus ihren Häusern zu retten. Im kompletten westlichen Teil der Insel blieben die Bewohner ohne Strom. 

Das Erdbeben zerstörte Häuser und Straßen im Westen von Hokkaido

Das volle Ausmaß der Schäden werde noch untersucht, schon jetzt sei aber deutlich, dass unzählige Häuser eingestürzt und Straßen aufgerissen seien. Die Regierung kündigte an, 25.000 Mitarbeiter der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte in die Region zu entsenden.

Flüge bleiben heute am Boden

Die Flugbehörde hat indes angeordnet, dass der Flugverkehr am New Chitose Airport am heutigen Donnerstag stillstehen soll. Im Terminal sollen Teile der Decke eingestürzt und Wasserleitungen geplatzt sein. Zudem sind mehrere Straßen gesperrt, der Bus- sowie der Zugverkehr liegen größtenteils lahm. In vielen Gebieten mussten die Menschen ihre Häuser verlassen, dort werden derzeit Notunterkünfte errichtet.