Roaming in der EU: Achtung, hier fallen noch Gebühren an

Achtung, hier fallen noch Roaminggebühren an

Die Roaminggebühren sind gefallen. Aber Achtung, das gilt nicht für jedes Telefonat innerhalb der Europäischen Union. Der reisereporter weiß, welche Ausnahmen du kennen musst.

Eine Frau macht ein Selfie an Deck eines Kreuzfahrtschiffes. Auf dem Wasser gilt die Roamingfreiheit nicht automatisch.
Eine Frau macht ein Selfie an Deck eines Kreuzfahrtschiffes. Auf dem Wasser gilt die Roamingfreiheit nicht automatisch.

Foto: imago/Westend61

Die EU hat Roaminggebühren grundsätzlich abgeschafft. Laut Gesetz dürfen Mobilfunkanbieter seit Juni 2017 die Nutzung fremder Netze innerhalb der EU nicht mehr extra in Rechnung stellen, das gilt bisher auch noch für das Vereinigte Königreich sowie Island, Liechtenstein und Norwegen, die keine EU-Mitgliedstaaten sind. Doch es gibt Ausnahmen von der Roamingfreiheit. 

Roaminggebühren: Der eigene Standort zählt

Telefonieren aus dem Ausland nach Deutschland ist zwar frei von den Gebühren, das gilt aber nicht für das Telefonieren aus Deutschland ins Ausland. Erst ab 2019 sollen die Kosten für Anrufe innerhalb der EU begrenzt werden, wie die Verbraucherzentrale informiert. 

Vorsicht bei Telefonaten in der Schweiz 

Die Schweiz ist kein EU-Mitglied und daher aus der Regelung vollkommen ausgenommen, es gibt auch kein Abkommen wie etwa mit Norwegen. Manche Mobilfunkunternehmen haben jedoch die Schweiz vertraglich abgedeckt. Hier gilt auch Obacht im Grenzgebiet, da sich das Handy schnell mal unbemerkt in ein Netz der Nachbarn einwählt. 

Unterschiede bei Mobilfunkverträgen

Wer netzinterne Flatrates in seinem Vertrag hat, also innerhalb des eigenen Netzes kostenlos telefonieren kann, für den gilt die Roamingfreiheit nicht automatisch. Das ist abhängig von den weiteren Vertragsbedingungen. 

Der Roamingfreiheit sind Grenzen gesetzt

Schlicht verboten ist es, in einem anderen, günstigeren Land einen Vertrag abzuschließen und diesen dauerhaft in Deutschland zu nutzen. Dann dürfen die Anbieter, ebenso wie bei Langzeiturlauben oder dauerhaftem Onlinesein, der Nutzung einen Riegel vorschieben. 

Roamingregelung gilt nur auf dem Land

Eine weitere Sonderregelung gilt auf dem Wasser und in der Luft. Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es meist ein schiffseigenes Netz – dieses ist nicht zwingend vom EU-Recht abgedeckt. Passagiere sollten sich vor der Nutzung des Handys schlaumachen. Auch die Internetangebote von Airlines kosten extra. 

Wie teuer Unwissen werden kann, zeigt unter anderem das Beispiel eines Zwölfjährigen, der auf einer Kreuzfahrt eine Handyrechnung von satten 12.000 Euro verursachte. Besser, du hältst dich an einige simple Tipps und telefonierst und surfst mit deinem Handy im Urlaub auf der sicheren Seite.

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