Die beiden Gewerkschaften CGT-Cheminots und Sud-Rail rufen für Dienstag, den 18. September, zum Streik auf. Die beiden Gewerkschaften l’Unsa-Ferroviaire und CFDT dagegen wollen sich nicht an dem Streik beteiligen. Alle gemeinsam hatten zwischen April und Juni den Bahnverkehr an 36 Tagen bestreikt.

Die Streikwelle richtete sich gegen ein Gesetz der Regierung von Präsident Macron, das den Bahnverkehr in Frankreich reformieren soll. Trotz des Streiks wurde es Mitte Juni verabschiedet. Teil der Reformierung soll die Abschaffung des „Statut de Cheminot“ sein, ein Status für die Angestellten des SNCF, der sie zum Beispiel vor Kündigungen schützt.

Französische Bahnmitarbeiter protestieren gegen Reform der Arbeitsbedingungen

CGT-Cheminots und Sud-Rail wollen mit ihrem Streik am 18. September dagegen protestieren, dass Mitarbeiter, die ab 2020 beim SNCF eingestellt werden, den „Statut de Cheminot“ nicht mehr erhalten.

Am Tag der geplanten Streiks wird nämlich über die Rahmenbedingungen, unter denen die Mitarbeiter des SNCF ab 2020 stattdessen eingestellt werden sollen, verhandelt.

Auch die Gewerkschaft l’Unsa-Ferroviaire schließt weitere Streiks nicht aus

Der Generalsekretär der Gewerkschaft l’Unsa-Ferroviaire dagegen sagte der französischen Zeitung „L’Express“, die Gewerkschaft gebe den Verhandlungen den Vorrang. Das bedeutet aber nicht, dass die Gewerkschaft weitere Streiks ausschließt. Der September verspricht ein unruhiger Monat zu werden, kommentierte das französische Magazin der Tourismusbranche, „Tour Hebdo“, die Vorhaben der Gewerkschaften.