Small Planet: Megaverspätungen nerven Passagiere

Small Planet: Megaverspätungen nerven Passagiere

Die Passagiere von Small Planet Airlines sind genervt. Kein Wunder: In der vergangenen Woche kam es bei der Fluggesellschaft zu mehreren Verspätungen von teilweise über 50 Stunden. Was sind die Gründe?

Eine Small-Planet-Maschine am Flughafen in Frankfurt.
Eine Small-Planet-Maschine am Flughafen in Frankfurt.

Foto: imago/Arnulf Hettrich

Am Wochenende strandeten Small-Planet-Fluggäste gleich an mehreren Flughäfen. Unter ihnen war auch Jazek Kruk, der von Marsa Alam nach Köln/Bonn fliegen wollte: „Mittlerweile sind 37 Stunden vergangen, die wir hier festsitzen und nicht annähernd Informationen erhalten, wann wir nach Hause gebracht werden“, schrieb er dem reisereporter am Sonntagmorgen.

Small-Planet-Passagiere erlebten am Wochenende Odysseen

Sein Flug von Marsa Alam nach Köln/Bonn hätte am Freitagabend um 20.40 Uhr starten sollen. Bei den oben erwähnten 37 Stunden sollte es aber nicht bleiben: Erst am Sonntagabend teilte der Fluggast dem reisereporter mit, dass sein Flug voraussichtlich um 22.45 Uhr starten werde, gute 50 Stunden später als geplant. Aber auch dieser Flug verspätete sich nochmals.

„Wir sitzen erneut mit einer weiteren Verspätung am Flughafen in Marsa Alam fest. Die jetzige Abflugzeit lautet 1.15 Uhr“, schrieb Kruk dem reisereporter am Sonntagabend. Letztendlich landeten die Passagiere um etwa 8 Uhr am heutigen Morgen in Köln/Bonn, so Kruk.

Eine ähnliche Odyssee erlebten am Wochenende noch andere Small-Planet-Passagiere, die sich beim reisereporter meldeten, darunter Fluggäste, die von Hurghada nach Hamburg, von Marsa Alam nach Frankfurt oder umgekehrt fliegen wollten. 

Grund für die vielen Verspätungen waren technische Defekte

Auf Anfrage des reisereporters teilte ein Sprecher der Airline mit, dass inzwischen alle Passagiere über ihre Abflugzeiten informiert seien. Der letzte verspätete Flug würde am morgigen Dienstag um 6.40 Uhr von Marsa Alam nach Frankfurt starten. Die Verspätungen am Wochenende waren aber nicht die einzigen Ärgernisse dieser Woche. 

Bereits am Donnerstag strandeten Fluggäste der Airline in Antalya. Am Mittwoch landete ein Small-Planet-Flug mit über 50 Stunden Verspätung in Paderborn. Als Grund für die Verspätungen nannten Small Planet Airlines jedes Mal technische Defekte. Da zurzeit keine Subcharter als Ersatz auf dem Markt verfügbar seien, sei es nicht möglich gewesen, die Passagiere früher an ihre Reiseziele zu bringen. 

„Wir wissen, dass unsere Verspätungstatistik nicht toll aussieht“, sagte ein Sprecher der Airline dem reisereporter. Im ersten Halbjahr 2018 seien 6 Prozent aller Small-Planet-Flüge verspätet gewesen. Die Airline habe die Verspätungsquote im Juli aber bereits auf 4 Prozent gesenkt und arbeite daran, sie auf unter 2 Prozent zu senken. Ob dies nach der aktuellen Pechsträhne möglich sein wird, bleibt abzuwarten.

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