Überbuchung im Flugverkehr ist leider keine Seltenheit. Wenn du dadurch aber mehr als drei Stunden verspätet an deinem Reiseziel ankommst, müssen Fluggesellschaften Entschädigung zahlen. Doch in diesem Fall weigerte sich die Airline zunächst, einer fünfköpfigen Familie Entschädigung zu zahlen. Was war passiert?

Die Familie wollte von Palma de Mallorca nach Alicante fliegen, wurde aber kurz vor dem Abflug vom Kabinenpersonal aufgefordert, das Flugzeug zu verlassen. Angeblich, ohne dafür eine Begründung geliefert zu bekommen. Zurück im Flughafen wurden sie auf eine spätere Maschine nach Alicante umgebucht, die fünf Stunden nach der eigentlich gebuchten Abflugzeit abhob. 

Airline verweigert Entschädigungszahlung an Familie

Eigentlich ein klarer Fall für Entschädigung. Diese verweigerte die Airline allerdings, weshalb die Familie vor Gericht zog. Ein Gericht in Palma gab den Klägern recht, die Familie erhält Schadensersatz in Höhe von 1.750 Euro. Das berichtet das „Mallorca Magazin“.

Gericht sieht Passagiere im Recht

Die Airline habe zunächst behauptet, die Familie sei noch gar nicht an Bord gewesen und habe den Flug am 2. Juni vergangenen Jahres aus eigenem Verschulden verpasst. Diese Version sei vom Gericht aber als unwahrscheinlich eingestuft worden, da die Passagiere anstandslos auf den nächsten Flieger umgebucht worden waren.