Insel Montecristo: Ein Blick auf den exklusivsten Ort Italiens

Insel Montecristo: Der exklusivste Ort Italiens

Geheimtipps gibt es in Italien viele. Verträumte Häfen in winzigen Dörfern oder urige Restaurants sind aber nichts im Vergleich zu dieser mystischen Insel, die nur zweimal pro Jahr besucht werden darf.

Die sagenumwobene Insel Montecristo liegt mitten im Meer.
Die sagenumwobene Insel Montecristo liegt mitten im Meer.

Foto: imago/Westend61

Exklusiver geht’s nicht: Die italienische Insel Montecristo im Toskanischen Archipel ist streng geschützt. Nur 1.000 Besucher dürfen an zwei unterschiedlichen Terminen pro Jahr die Insel betreten. Montecristo hat eine unglaubliche Artenvielfalt und muss deshalb vom Massentourismus verschont bleiben. Die mystische Geschichte des Ortes macht den Flecken zu einem ganz besonderen Reiseziel.

Strandurlaub? Nicht auf Montecristo!

Um auf die Insel zu kommen, musst du einen Antrag ausfüllen und hoffen, dass du einer der wenigen bist, denen ein Besuch gestattet wird. In erster Linie kriegen nämlich Forscher und Schulgruppen die Erlaubnis. Um einen freien Platz zu ergattern, musst du also geduldig sein und viel Glück haben. Die nächste Chance besteht dieses Jahr vom 31. August bis zum 31. Oktober, danach bleibt die Insel für dieses Jahr geschlossen.

Der Besuch lohnt sich aber garantiert, denn die Insel Montecristo ist einer der ganz wenigen Flecken unserer Erde, die vom Tourismus verschont geblieben sind. Nur vier Menschen leben dort, zwei Naturpfleger und zwei Beamte der italienischen Forstbehörde.

Die gesamte Insel Montecristo ist ein Naturschutzgebiet

Während deines Besuches musst du dich stets an die Anweisungen dieser Bewohner halten, die dich an der einzigen Bootsanlegestelle der Insel abholen. Auf Montecristo gelten nämlich strenge Regeln. Einen Strandurlaub kannst du zum Beispiel sofort vergessen, denn die Küste darfst du vom Landesinneren nur aus maximal einem Kilometer Entfernung betrachten.

Die gesamte Insel ist ein Naturschutzgebiet und seltene Arten wie der Sardische Scheibenzüngler, eine bedrohte Froschart, und die Montecristo-Viper müssen behütet werden.

Die mystische Geschichte von Montecristo

Die Insel, die vor allem aus dem Roman „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas bekannt ist, ist sagenumwoben. Zahlreiche Legenden ranken sich um disen Ort. Eine dieser Legenden erzählt die Geschichte des Gefangenen und Sklaven San Mamiliano, der auf die Insel geflüchtet sei, um dort in einer Höhle zu leben, wie die Website „Info Elba“ berichtet.

San Mamiliano kämpfte der Legende nach mit einem geflügelten Drachen, dem Bewacher der Insel. An der Stelle, an der er den Drachen ermordete, soll eine Quelle mit glasklarem Wasser entsprungen sein. Die pyramidenförmige Insel habe er daraufhin Montecristo genannt, zu Deutsch: Berg Christus. Egal ob Naturforscher oder Fantasy-Freak – ein Besuch auf dieser Insel ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes.

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