Mallorca hat keine Lust mehr auf Partyboote

Mallorca hat keine Lust mehr auf die Partyboote

Sauftouristen haben es immer schwerer auf Mallorca. Strafen für betrunkene Fehltritte und geplante Alkoholverbote lassen Ballermann-Fans zittern. Jetzt soll es auch den Partybooten an den Kragen gehen.

Ein Partyboot vor der Cala Rajada – damit soll bald Schluss sein.
Ein Partyboot vor der Cala Rajada – damit soll bald Schluss sein.

Foto: imago/imagebroker

Betrunken und mit lauter Musik im Ohr an der Küste Mallorcas entlangschippern – das ist der Traum vieler Partyurlauber, die es jedes Jahr auf die Baleareninsel zieht. Ein neuer Gesetzesvorschlag soll aber genau diesem Treiben jetzt ein Ende bereiten: Die Partyboote sollen teils verboten werden.

Schluss mit den Partybooten?

Eine Seefahrt ist ja bekanntlich lustig, betrunken ist sie anscheinend besonders witzig, misst man die Freude an der Lautstärke der Passagiere. Auf Mallorca sind die Partyboote besonders bei Partytouristen beliebt, die lauthals grölend auf den Booten an der Küste der Insel entlanggefahren werden. Die schwimmenden Discos starten zum Beispiel in Palma, Magaluf und Arenal.

Doch damit soll jetzt Schluss sein: Die an der Balearenregierung beteiligte Partei Mes per Mallorca fordert ein Verbot der Partyboote in bestimmten Gebieten, den Bewohnern und der Umwelt zuliebe.

In einem Gesetzentwurf stellten die Repräsentanten der Partei Ende August ihre Forderungen vor. Demnach würden die Boote von vielen Strandbesuchern und Einwohnern als extrem störend empfunden und viel zu laute Musik spielen.

Zudem seien die Schiffe sogar in Wasserschutzgebieten unterwegs, wo sie die Meeresbewohner stören könnten. Die mallorquinische Partei hat es sich nun zum Ziel gesetzt, die Partyboote auf allen „umweltrelevanten Meeresgebieten“ zu verbieten.

Abkommen mit Gemeinden sollen dafür sorgen, dass besser gegen Lärmbelästigung vorgegangen werden kann. Langfristig müsse auch die spanische Küstenschutzbehörde einschreiten.

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