Ciao bella! Die schönsten Dörfer der Emilia-Romagna in Italien

Ciao bella! Die schönsten Dörfer der Emilia-Romagna

Mit ihrem Mix aus sanften Wellen und ruppigen Hügeln verzaubert sie uns: Emilia. Also die italienische Region Emilia-Romagna natürlich. Eine Entdeckertour durch Gassengewirr, Genuss und gloriose Burgen.

Der Ort Castell’Arquato in der Emilia-Romagna, Italien.
Ab aufs Dorf: Die Emilia-Romagna in Italien bietet dafür einige gute Gründe, wie das Örtchen Castell’Arquato beweist.

Foto: APT Emilia Romagna

Emilia-Rogmana? Dürfte dir als Reiseziel vor allem wegen beliebter Städte wie Rimini oder Bologna bekannt sein. Dies aber ist ein Plädoyer für die kleinen, feinen Dörfer, die sich mit ihren mittelalterlichen Burgen und bunten Gassen an die Hügel der norditalienischen Region klammern. Fünf der schönsten stellen wir dir hier vor:

Brisighella: Von Olivenöl und Eselsgässchen

Aus diesem Ort in der Provinz Ravella ist vor allem eines bekannt: das pfeffrige Olivenöl Brisighello. Ansonsten geht’s in Brisighella eher gemächlich statt gepfeffert zu. Während sich die Urlauber an den Stränden der Provinz in der Hochsaison dicht an dicht reihen, gilt Brisighella fast noch als Geheimtipp. 

Beliebte Sehenswürdigkeiten: Die Stadtpaläste, deren erste Stockwerke durch einen einzigartigen Bogengang verbunden werden, und der „Eselsweg“, über den du durch kleine Gässchen zur Wallfahrtskirche Minticino, der Festung Manfrediana e Veneziana und zum Turm Torre dell’Orologio gelangst, die auf drei Kreidefelsen thronend die Stadt bewachen. 

Castell’Arquato: Für Mittelalterfans mit Weitblick

Weiter geht’s mit herrschaftlichem Mittelalterflair. Das Dorf Castell’Arquato liegt rund 30 Kilometer von Parma entfernt und fällt schon von Weitem ins Auge – dank der Rocca Viscontea, einer Burg, von der aus du feinste Aussichten auf die umliegenden grünen Hügelkuppen genießt. 

Die Burg ist aber nicht das einzige historische Bauwerk in diesem schmucken Örtchen: Durchs steinernde Stadttor gelangst du ins historische Zentrum mit Kirche, Zitadelle, Stadtpalast und einem kleinem Marktplatz, auf dem du abends vor einer der Bars mit einem Aperitiv auf den Sonnenuntergang anstoßen kannst. 

Comacchio: Venedigs kleine Schwester

Venedig ist superschön – aber zu überlaufen? Wie gut, dass es in der Emilia-Romagna eine echte Alternative gibt: Comacchio. Die kleine Lagunenstadt wird von Kanälen marmoriert, über die du mit sogenannten Comacine schippern kannst. In den Booten wurde früher Salz transportiert. 

Angesagtestes Fotomotiv: die Brücke Trepponti, die seit 1634 fünf der Kanäle überspannt. Und als Stadt am Meer gibt’s natürlich auch die richtige Verpflegung für hungrige Entdecker: Fisch. Comacchio ist besonders für seinen Aal bekannt, eine alte Fabrik ist noch heute in Betrieb und kann sogar besichtigt werden.

   

So schön sind die Dörfer in der Emilia-Romagna

Dozza: Kunst in der Kleinstadt

Ein echter Tipp für Kunstliebhaber: Dozza ist quasi eine Galerie unter freiem Himmel. Zahlreiche Malereien zieren die Häuserwände und machen den Bummel durchs Dorf zu einer wahren Entdeckungstour. Mehr als 200 italienische und internationale Künstler haben sich seit den 1960er-Jahren in der Stadt verewigt.

Und um das künstlerische Image komplett zu machen, findest du in den Gassen neben großer Kunst auch großen Genuss – zumindest wenn du auf Wein stehst. In der Enothek hast du die Wahl zwischen 800 verschiedenen Weinen aus der Region.

San Leo: Festung mit Logenplatz

San Leo wirkt wie eine Insel im Tal Marecchia: Es trohnt auf einem riesigen Felsbrocken, nur eine in den Stein geschlagene Straße führt in die Altstadt. Auf der Spitze ragt die gleichnamige Festung aus dem Mittelalter empor, die vom Vatikan einst als Kerker genutzt wurde. 

Trotz der dunklen Vergangenheit verspricht die Reise nach San Leo malerische Tage. Nicht zuletzt, weil du von bis zu 600 Metern Höhe einen grandiosen Blick auf das Tal bis hin zum Meer hast. Da lohnt sich auch der Aufstieg.

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