Colon liegt in Michigan – jeweils knapp 250 Kilometer von Detroit und Chicago entfernt. 1200 Menschen leben in dem Dorf, das bekannt ist für einen Zauberladen. Abbotts Magic Company hat hier seinen Gründungssitz – zumindest Magier aus den USA kennen ihn vielleicht.

Amish findet Marktlücke und startet eine Uber-Alternative

Bis auf diesen Funken Berühmtheit ist Colon aber ziemlich verschlafen. Taxi? Uber? Fehlanzeige. Deshalb hat ein Amish-Mann nun seinen eigenen Dienst gestartet. Timothy Hochstedler bietet Fahrten mit Pferd und Kutsche an. Kosten: 5 US-Dollar, also knapp 5 Euro.

Ein Amish-Mann fährt mit seiner Kutsche auf der Straße, in Colon gibt es ein Amish-Uber.
Ein Amish-Mann fährt mit seiner Kutsche auf der Straße, in Colon gibt es ein Amish-Uber. Foto: imago/blickwinkel

„Uber ist eine coole Sache, jedes Jahr gibt es etwas Neues und aktuell ist Uber heiß“, sagt Hochstedler der lokalen Zeitung „local21news“. Deshalb habe er seinen Dienst auch Amish-Uber genannt. Sein Pferd sei ein Morgan, eine amerikanische Rasse, die bekannt dafür ist, sehr menschenbezogen zu sein. Und die Menschen im Ort freuen sich über das tierische Angebot. 

Uber ohne Handy? Auch das kann funktionieren…

Um selbst den Amish-Ritt zu machen, muss man Hochstedler nur finden. Er ist die Wochenenden in Colon unterwegs – allerdings ohne Handy. Amishs sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die moderne Technik in der Regel ablehnt. Sie leben meist in Abgeschiedenheit von der Außenwelt. 

CNN-Travel hat den Uber-Amish besucht und ein Video gedreht.