In Amsterdam hat ein Bäcker anscheinend gedacht, es sei eine gute Idee, den Namen Anne Frank zu Werbezwecken zu benutzen. Roberto Barsoum gab seinem Laden, der in unmittelbarer Nähe zum Anne-Frank-Haus steht, den Namen „Anne & Frank“. 

Shitstorm, weil Bäcker seinen Laden „Anne & Frank“ nennt

Die Empörung in der Bevölkerung und den sozialen Medien war groß. „Ein unglücklicher Zufall oder ist das ein schlimmer Fall von Suchmaschinenoptimierung?“, fragte etwa Ben Coates. 

Gaby Mahlberg schreibt, wie seltsam es wäre, wenn Menschen den Namen mit Kuchen in Verbindung bringen würden.

Der Bäcker hat den Schriftzug bereits entfernt

Barsoum kündigte an, den Namen zu ändern. Für ihn sei Anne Frank eine Heldin, deshalb habe er den Namen nett gefunden. „Ich wollte etwas Positives tun, es war nie meine Absicht, Menschen zu verletzen“, sagte er der Zeitung „Bakkerswereld.nl“. Den Schriftzug hat er, wie auf Fotos bei Twitter zu sehen ist, bereits entfernt.

Anne Frank hatte sich in dem Haus, in dem heute das Museum ist, mit ihrer Familie vor den Nazis versteckt. 1944 wurde sie verraten und deportiert. Sie starb im Jahr 1945 mit 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Das „Tagebuch der Anne Frank“, das ihr Vater Otto Frank nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlichte, gilt als historisches Dokument aus der Zeit des Holocaust.