Rauschgiftspürhund Rudi ist ein richtig großer Fund gelungen: In einem Koffer mit doppeltem Boden waren insgesamt 2,5 Kilogramm einer körnigen, beigefarbenen Substanz versteckt, die beim Schnelltest als Heroin bestätigt wurde. 

Die Drogen waren im Gepäck eines 42-jährigen Spaniers, der mit einem Flugzeug aus Nairobi (Kenia) nach Frankfurt gereist war. Nachdem Rudi durch „Einfrieren“ signalisiert hatte, dass sich in dem Hartschalenkoffer Rauschgift befand, konnte die Hundeführerin vom Hauptzollamt zuächst nur Kleidung und Reiseutensilien finden. Bei der Röntgenkontrolle wurde dann eine doppelte Wandung im Kofferboden sichtbar.

2,5 Kilo Heroin im Reisekoffer erschnüffelt

Christine Straß, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main: „Insgesamt wurden 2,5 Kilogramm Heroin in dem doppelten Kofferboden entdeckt.“ Der Drogenkurier wurde vorläufig festgenommen. Der Schwarzmarkwert des Rauschgifts belaufe sich auf etwa 93.750 Euro. Der Aufgriff habe bereits am 16. Juni stattgefunden, konnte aus ermittlungstaktischen Gründen aber erst jetzt gemeldet werden.

Frankfurter Flughafen ist Drehkreuz für internationalen Drogenschmuggel

Der Frankfurter Flughafen ist dem Hauptzollamt Frankfurt am Main zufolge ein Drehkreuz für weltweiten Drogenschmuggel. Täglich landen hier etwa 35 Maschinen aus Südamerika und Afrika sowie dem Nahen und Fernen Osten, die in Bezug auf Drogenschmuggel als Hochrisikoflüge einzustufen seien.

Die Hundestaffel beim Hauptzollamt Frankfurt am Main verfügt über insgesamt 30 Spürhundeteams für Drogen, Tabak, Artenschutz und Bargeld. Im Jahr 2017 wurden bei 13.889 Aufgriffe im Post, Fracht- und Reiseverkehr insgesamt 7.045 Kilogramm Rauschgift aus dem Verkehr gezogen.