Great Barrier Reef: Die Korallen erholen sich

Great Barrier Reef: Die Korallen erholen sich

Nach einem heißen Sommer in Australien häuften sich im vergangenen Jahr die Schreckensmeldungen über das Great Barrier Reef. Jetzt gibt es gute Nachrichten: Die Korallen erholen sich.

Fische schwimmen zwischen den Korallen des Great Barrier Reefs.
Fische schwimmen zwischen den Korallen des Great Barrier Reefs.

Foto: imago/imagebroker/Norbert Probst

30 Prozent des Great Barrier Reefs sind zerstört, sagten Wissenschaftler nach dem Hitzesommer 2016/2017. Sie waren extrem besorgt darüber, dass das Great Barrier Reef sterben könnte. Nun scheint es den Korallen wieder besser zu gehen: An vielen bei Touristen beliebten Orten gibt es Anzeichen dafür, dass sich das größte Korallenriff der Welt erholt.

Im nördlichen Drittel des Riffs starben Millionen Korallen

Große Teile des Riffs waren von der Korallenbleiche betroffen. Denn bei großer Hitze stoßen Korallen Algen ab, mit denen sie sonst in Symbiose leben, da die Algen bei Hitze Giftstoffe produzieren.

Ohne die Algen verlieren die Korallen nicht nur ihre Farbe, sie können ohne sie gar nicht leben. Wenn die Algen nicht rechtzeitig zurückkehren, verhungern die Korallen. Im nördlichen Drittel des Great Barrier Reefs starben 2016/2017 deshalb Millionen von Korallen.

Wenn sich die Bedingungen für die Korallen aber wieder verbessern, können sich diejenigen, die nicht verhungert sind, von der Bleiche erholen. Weil der Sommer 2017/2018 wieder kühler war, haben sie wieder Algen aufgenommen. Anbieter von Touristentouren berichten, dass sich die Korallen an beliebten Tauchorten erholen.

Der Druck auf das Great Barrier Reef bleibt erhalten

„Alle unsere Tauchorte, die die Massenbleiche überlebt haben, zeigen starke Anzeichen von Erholung. Sie sehen super aus. Wir haben großes Glück, dass die Effekte der Bleiche ungleichmäßig verteilt waren“, sagt Doug Baird, der Umweltaufsichtsmanager der Quicksilver Group, eines Anbieters von Great-Barrier-Reef-Touren, dem Forschungszentrum Reef and Rainforest Research Center (RRRC).

Auch wenn das Riff sich erholen kann, warnt der Geschäftsführer des RRRC: „Steigende Temperaturen weltweit aufgrund des Klimawandels bedeuten, dass der Druck auf das Great Barrier Reef in Zukunft erhalten bleibt.“ Regierungen, Initiativen sowie Touranbieter müssten alles im Bereich des Möglichen tun, um das Riff zu schützen.

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