Piazza Venezia in Rom: Touris baden nackt im Brunnen

Piazza Venezia in Rom: Touris baden nackt in Brunnen

Der Tourist zieht tatsächlich seine Unterhose runter, mitten am Tag an einem beliebten Denkmal in Rom auf der Piazza Venezia. Damit es keine Nachahmer gibt, patrouilliert die Polizei jetzt nonstop.

Ein Video zeigt zwei Touristen, die im Brunnen am Monumento Vittorio Emanuele II baden.
Diese Szenen veranlassten die Polizei in Rom, die Kontrollen an beliebten Sehenswürdigkeiten zu verstärken.

Foto: youtube.com/Roma fa schifo (Screenshot)

Zugegeben, bei einem Städtetrip nach Rom im Hochsommer kommt eine Abkühlung zwischendurch ganz gelegen. Aber bitte nicht so: Zwei Touristen hüpfen für Urlaubsfotos kurzerhand in ihren Unterhosen in den Brunnen am Fuße des Altare della Patria, auch als Monumento Vittorio Emanuele II bekannt, auf der Piazza Venezia. 

Rom: Dreiste Urlauber ziehen auf Piazza Venezia blank

Zunächst nehmen sie „nur“ eine Dusche unter dem kühlenden Wasser und posieren für Fotos. Zwei weitere Männer, die offenbar mit den beiden befreundet sind, machen Fotos und amüsieren sich köstlich. 

Doch plötzlich zieht einer der Männer seine Unterhose runter und macht lachend Peace-Zeichen in die Kamera. Videos von Augenzeugen zeigen das peinliche Verhalten: 

Die Aktion am vergangenen Sonntag bei bestem Wetter, als viele Menschen auf dem Platz unterwegs waren, ist aber nicht nur peinlich, sondern auch respektlos.

Polizei bezeichnet das Verhalten als „Verletzung des Nationalgefühls“

Die örtliche Polizei spricht auf Facebook von einer „ernsthaften Verletzung des Nationalgefühls“ und einer Beschmutzung der Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, denen das Grabmal des „unbekannten Soldaten“ als Teil des nationalen Denkmals gewidmet ist. 

Wie die italienische „La Republicca“ berichtet, sollen auf dem Platz zum Zeitpunkt des Vorfalls aber mehrere Polizisten sowie Mitarbeiter des Militärs vor Ort gewesen seien, die anscheinend nichts von der Aktion mitbekamen und deshalb nicht eingriffen. 

Polizisten patrouillieren rund um die Uhr an beliebten Sehenswürdigkeiten

Deshalb sollen einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt bis Ende des Sommers rund um die Uhr von Polizisten bewacht werden. Wie die „Sun“ berichtet, soll Roms stellvertretender Bürgermeister Luca Bergamo bestätigt haben, dass die durchgängigen Patrouillen bereits kurz nach dem Vorfall eingeführt worden seien.

Ersten Informationen zufolge seien die beiden Männer Englischmuttersprachler gewesen. Die Polizei will nun in Zusammenarbeit mit anderen Behörden die respektlosen Nacktbadenden ausfindig machen. Sollten die Männer gestellt werden, könnte sie eine saftige Strafe erwarten.

Auch andere Brunnen in Rom werden als Planschbecken missbraucht

In die Brunnen zu klettern ist bereits seit 1999 verboten und wird mit Bußgeldern geahndet. Das hält viele Urlauber aber nicht davon ab, sich trotzdem im kühlen Wasser zu erfrischen – egal ob in Klamotten oder nackt. 

Die „New York Times“ berichtete beispielsweise von einem Mann, der im April 500 Euro Strafe kassierte, weil er nackt in den Trevi-Brunnen gesprungen war. Und zwei Dänen mussten 900 Euro Bußgeld bezahlen, weil sie einen Brunnen auf der Piazza Venezia als Fußbad genutzt hatten.

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