Bald könnte es noch schwerer werden, in Hamburg eine Airbnb-Unterkunft für deinen nächsten Städtetrip zu finden. Am Dienstag hat der Hamburger Senat einen Gesetzentwurf beschlossen, um noch stärker gegen die sogenannte Zweckentfremdung von Wohnungen vorzugehen.

Anders als in München sollen dabei aber nicht nur die Betreiber von Wohnungsplattformen – also zum Beispiel Airbnb oder Wimdu – stärker in die Pflicht genommen werden, sondern auch die Wohnungseigentümer.

Hamburg: Bis zu einer halben Million Euro Strafe bei illegaler Airbnb-Vermietung

Diese dürfen ihre Wohnungen bald nur noch maximal zwei statt bisher sechs Monate im Jahr vermieten – die Anbieter müssen dazu ein Belegungsprotokoll führen. Zudem benötigen sie eine sogenannte Wohnraumschutznummer und müssen dafür die Wohnung vorher offiziell registrieren.

Die größte Änderung ist aber wohl die Erhöhung der Strafe: Statt bisher 50.000 Euro werden zukünftig bis zu 500.000 Euro bei Verstößen fällig.

Hamburg verschärft Vorgehen gegen Airbnb und Co. ab 2019

In München können die Bürger über ein Formular selbst ihren Nachbarn melden, wenn sie vermuten, dass der seine Wohnung zweckentfremdet.

Hamburg will zur Kontrolle insgesamt 22 sogenannte Wohnraumschützer einsetzen, die die neuen Regeln überwachen sollen. Das Gesetz soll Anfang 2019 in Kraft treten.