Urlaubshorror: Urlauberin in Kroatien von Putzfrau verprügelt

Kroatien-Horror: Urlauberin von Putzfrau verprügelt

Dieser Urlaub endete als Albtraum: Eine Britin wurde in Split krankenhausreif geprügelt, zwei Hostelmitarbeiter schlugen mehrfach mit einer Metallstange auf sie ein. Warum kam es zu dem Angriff?

Die Britin verbrachte ihren Urlaub in der kroatischen Stadt Split. Doch die Reise wurde für sie zum Horror-Trip. (Symbolfoto)
Die Britin verbrachte ihren Urlaub in der kroatischen Stadt Split. Doch die Reise wurde für sie zum Horror-Trip. (Symbolfoto)

Foto: imago/Pixsell

Die Unterkunft von Laura D. und einem Freund in Split, Kroatien, war von vornherein ein Reinfall – das Hostel Ana habe eher den Eindruck erweckt, ein illegal als solches genutztes Privatapartment zu sein. Am Tag ihrer geplanten Abreise verwandelte sich der Aufenthalt aber in einen absoluten Albtraum, erzählt Laura dem reisereporter. 

Touristen im Hostel eingesperrt und verprügelt

Als die beiden Briten um 10.30 Uhr auschecken wollten, sei ihnen gesagt worden, dass sie eine halbe Stunde zu spät seien und deshalb draufzahlen müssten. Laura, die sich ungerecht behandelt fühlte, wollte das nicht auf sich sitzen lassen. Sie sagt, sie habe darauf bestanden, die Polizei einzuschalten. Daraufhin habe die Freundin des Besitzers, die gleichzeitig als Putzfrau im Hostel arbeitete, die beiden Touristen eingesperrt. 

Der Besitzer und ein weiterer Mann seien angerückt. Einer der Männer habe ihren Mitreisenden ohne Vorwarnung attackiert, die Putzfrau habe sich eine scharfe Metallstange geschnappt und Laura damit wiederholt auf den Schädel geschlagen. „Sie hat meinen Kopf aufgespalten“, beschreibt die Musical-Darstellerin die Situation dem reisereporter. 

Laura im Krankenhaus in Split, nachdem sie im Hostel zusammengeschlagen wurde.
Laura im Krankenhaus in Split, nachdem sie im Hostel zusammengeschlagen wurde. Foto: Laura Denmar

Verprügelte Urlauberin muss ins Krankenhaus

Irgendwann sei ein weiterer Gast dazwischengegangen und habe der Frau ihre Waffe entrissen. „Ich musste geröntgt und genäht werden“, so Laura. „Meine Hand war gebrochen und ich hatte überall blaue Flecken.“

Der Angriff passierte bereits Ende Juli, mittlerweile ist Laura wieder wohlauf – die nächsten Reisen sind auch geplant. „Ich liebe es zu reisen und war bereits in mehr als 50 Ländern“, sagt sie. Sie werde deshalb auch in Zukunft nicht aufs Reisen verzichten.

Kritik an Buchungsplattform Hostelworld

Die beiden Briten hatten die Unterkunft über die Plattform Hostelworld gebucht. Von dem Unternehmen will Laura zukünftig die Finger lassen. „Ich hoffe, der Vorfall bringt Hostelworld dazu, die Standards zu verbessern und ihre Bewertungen tatsächlich zu lesen und ernst zu nehmen“, sagt Laura.

Vonseiten der Buchungsplattform heißt es, das betroffene Apartment sei sofort nach dem Vorfall von der Seite genommen worden. 

Das war ein Einzelfall, der nie hätte passieren dürfen.

Hostelword-Sprecherin

Wie eine Sprecherin auf Nachfrage des reisereporters sagt, sichere Hostelworld durch umfangreiche Abläufe, dass alle Betreiber von Unterkünften in ihren Ländern entsprechend lizenziert seien. In diesem Fall habe die kroatische Behörde bestätigt, dass der Anbieter des Hostels eine Lizenz besitze.

„Das war ein Einzelfall, der nie hätte passieren dürfen. Wir sind in Kontakt mit Laura und den lokalen Behörden, um gegen den Besitzer des Hostels vorzugehen“, so die Sprecherin.

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