Falsche Richtung: Mann fliegt aus Versehen in die Arktis

Falsche Richtung: Mann fliegt aus Versehen in die Arktis

Er wollte eigentlich in Kanada von Yellowknife nach Inuvik fliegen. Stattdessen landete Christopher Paetkau in der Arktis – rund 2.250 Kilometer von seinem eigentlichen Ziel entfernt. Wie kam es dazu?

Fotograf Chris und die Crew seines First-Air-Flugs nach Alaska.
Fotograf Chris und die Crew seines First-Air-Flugs sind nach seinen Angaben jetzt beste „Buddys“.

Foto: twitter.com/Chris Paetkau

Eine Reihe von unglücklichen Zufällen war schuld, dass Wildlife-Fotograf Christopher Paetkau aus Winnipeg in Kanada nicht nach Inuvik flog, sondern mehr als 2.250 Kilometer in die entgegengesetzte Richtung in die Arktis. Die Chronologie der Pannen:

Technische Probleme am Schalter der Airline

Als Chris am Flughafen im kanadischen Yellowknife ankam, waren die Computer am Schalter der Airline First Air, mit der er nach Inuvik fliegen sollte, ausgefallen. 

Wie Chris dem Nachrichtensender „CBC News“ erzählte, befanden sich drei Maschinen der Airline gleichzeitig auf der Rollbahn, für alle drei wurden Final Calls ausgerufen. Kein Wunder, dass die Situation verwirrend war. 

Flugbegleiterin antwortete auf Frage des Passagiers ironisch

Chris fragte noch eine Flugbegleiterin, ob die Maschine, die er gerade boardete, nach Inuvik fliegen würde. Ihre Antwort „Klar, irgendwann“ kam wohl in der Annahme, der Passagier würde scherzen. Tat Chris aber nicht. Und so flog er statt nach Inuvik nach Iqaluit in der Arktis.

Als die Maschine einen Zwischenstopp in Rankin Inlet an der Westküste der Hudson Bay einlegte, beschlichen Chris erste Zweifel. Doch erst als er eine zweite Flugbegleiterin fragte, wann sie denn in Inuvik landen würden, löste sich das Rätsel auf: „Wovon sprechen Sie?“, erwiderte diese verdutzt. Die Maschine sei auf dem Weg nach Iqaluit.

Chris nimmt den Umweg über die Arktis mit Humor

Chris nimmt seinen kleinen, unfreiwilligen Arktis-Trip dennoch mit Humor. Auf Twitter berichtet er von seinem Erlebnis – und dass er und die Besatzung von First Air jetzt Kumpel seien:

In Iqualuit nahm er einfach einen Flug zurück nach Yellowknife, auf dem er sogar zufällig einen alten Freund wiedertraf. In den Kommentaren unter seinem Tweet gratulieren Twitter-User Chris zu seiner positiven Einstellung. Chris: „Ich hätte natürlich auch ausflippen können, aber Spaß zu haben hat besser funktioniert.“

Außerdem hat er dadurch definitiv eine wahnwitzige Geschichte erlebt, die er noch seinen Enkelkindern erzählen kann. 

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