Der Inselstaat Hawaii im Pazifischen Ozean besticht durch wunderschöne Sandstrände und kristallklares Wasser. Das zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen an – und davon sind einige Einwohner der Nordküste der Hawaii-Insel Oahu so gar nicht begeistert. Sie sagen: Die Besucher verursachen kilometerlange Verkehrsstaus und verstopfen die Zufahrten zu den Strandabschnitten. 

Bewohner von Hawaii protestieren gegen Touristenmassen

Die Einheimischen haben genug und gehen auf die Straße: Mit ihren eigenen Autos blockierten am Samstag rund 50 Einheimische die Parkmöglichkeiten für Touristen am Laniakea Beach – auch als Turtle Beach bekannt – in Oahu.

Die Bewohner hielten Schilder mit den Aufschriften „Zu viele Touristen“ und „Stoppt die Ausbeutung unserer Gemeinde“ hoch und forderten die Stadt auf, etwas gegen das Touristenproblem zu unternehmen.

Hawaii: Touristen verstopfen Zufahrtswege zu Stränden

„Das Verkehrsproblem besteht seit ungefähr 30 Jahren, und die Bewohner haben jetzt einfach genug. Also machen sie die Straße dicht“, erklärte Stadtsprecher Sean Quinlan der „Hawaii News Now“.

Die Verkehrsbehörde sei dafür verantwortlich, dass Tausende Menschen unbeirrt die Straße überqueren und so sich selbst und auch die Anwohner in große Gefahr bringen würden. Außerdem entstünden dadurch etliche Staus.

Touristen haben wenig Verständnis für Proteste

Die Touristen vor Ort zeigten wenig Verständnis für das Verhalten der Einheimischen: „Ich dachte, wir würden viel beitragen zu ihrem Einkommen und dass sie sich mehr über uns freuen würden“, sagte eine Urlauberin aus Idaho gegenüber dem hawaiianischen Sender.