Schweiz: Unglücks-Airline Ju-Air fliegt wieder

Schweiz: Unglücks-Airline Ju-Air fliegt wieder

13 Tage nach dem Flugzeugunglück mit 20 Toten in den Schweizer Alpen hat die Airline der abgestürzten „Tante Ju“-Maschine den Betrieb wiederaufgenommen. Am Freitag startete ein Flug nach Deutschland.

Eine Ju-Air-Maschine auf einem Flug. Die Airline nahm am Freitag nach einem Absturz Anfang August den Flugbetrieb wieder auf.
Eine Ju-Air-Maschine auf einem Flug. Die Airline nahm am Freitag den Flugbetrieb wieder auf. (Symbolfoto)

Foto: Ju-Air/Susanne Venditti

Die Ursache des Absturzes eines historischen „Tante Ju“-Flugzeuges in den Schweizer Alpen Anfang August ist zwar noch nicht geklärt. Am Freitag nahm die Airline der Unglücksmaschine, Ju-Air, den Flugbetrieb aber wieder auf.

Ein Trauerflor an der historischen Maschine erinnerte an die 20 Toten

Um 16 Uhr startete einer der Oldtimerflieger der Airline, die den Spitznamen „Tante Ju“ tragen und unter anderem in der Schweiz für historische Rundflüge eingesetzt werden, in Richtung Bensheim. Die Maschine trug einen Trauerflor, der an die 20 Opfer des Unfalls am 4. August erinnerte.

Ju-Air teilte mit, die Zeit der Flugunterbrechung nach dem Absturz dazu genutzt zu haben, sich intensiv um ihre Mannschaft und die beiden verbliebenen Flugzeuge zu kümmern. „Seit dem Unfall rede ich sehr viel mit unserem Team. Ich weiß deshalb sicher, dass unsere Fachleute in der Technik und in den Flugzeugen bereit sind. Unsere Ju-52 sind sicher, und unser Flugbetrieb ist es auch“, sagte Ju-Air-Geschäftsführer Kurt Waldmeier. 

Auch mit den Angehörigen der 20 Verstorbenen führe er viele Gespräche. Sie hätten die Airline ebenfalls dazu ermutigt, den Flugbetrieb wiederaufzunehmen.

Ju-Air führte vor Wiederaufnahme des Flugbetriebs zusätzliche Kontrollen durch

Vor der Wiederaufnahme hat Ju-Air zusätzliche Kontrollen an ihren Flugzeugen durchgeführt. Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hatte zuvor Maßnahmen publiziert, die vor der Wiederaufnahme umgesetzt werden mussten. Diese seien alle durchgeführt worden.

Die beinahe 80 Jahre alten Flugzeuge werden immer in genau festgelegten Zyklen geprüft. Bei den zusätzlichen Kontrollen vor der Wiederaufnahme des Flugbetriebs traten keine Besonderheiten zutage, teilte der Ju-Air-Technikchef Andreas Züblin mit.

Ein zweiter geplanter Flug am Freitagabend konnte nicht starten. Der Rundflug musste wegen eines vorhergesagten Gewitters abgesagt werden.

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