Der Gardasee in Italien war schon immer ein beliebtes Reiseziel – besonders bei Deutschen. Doch seit einiger Zeit gibt es Probleme: Die Region droht aus allen Nähten zu platzen. 

Die Touristenzahlen nehmen stetig zu, neben den Deutschen verschlägt es auch immer mehr Gäste aus anderen Nationen in die umliegenden Orte. Die Verwaltung von Sirmione zieht deshalb erste Konsequenzen und spricht Fahrverbote aus.

Sirmione am Gardasee kämpft gegen Touristenmassen

Sirmione liegt am Südufer des beliebten Gardasees und spürt den Tourismusboom in der Provinz am stärksten: Den 8.000 Einheimischen standen in der touristischen Jahresbilanz 2017 rund 1,36 Millionen Übernachtungen gegenüber, fast 6 Prozent mehr als 2016, berichtete die regionale Zeitung „Giornale di Brescia“.

In der Hauptsaison quetschen sich die Menschenmassen hier durch die engen Gassen im historischen Zentrum – die Stadt gleicht einer Sardinenbüchse.

Stadtverwaltung erlässt Fahrverbote

Die Verwaltung hat daher kürzlich Fahrverbote erlassen. Autos dürfen, ähnlich wie am Dolomitenpass im Norden von Italien, gar nicht mehr in den Ort. Seit dem 1. August wurden selbst Fahrräder aus dem Zentrum verbannt. Davon sind teilweise auch Einheimische betroffen, so „Bresciaoggi.it“.