Die Stiche brennen höllisch und können im schlimmsten Fall zu heftigen allergischen Reaktionen führen: Hunderte Badegäste klagten nach dem Kontakt mit Feuerquallen in Travemünde über Schmerzen.

Die Konsequenz: Zunächst war gestern nur der Priwall gesperrt, wenige Stunden später waren dann alle Strände in Travemünde an der Ostsee betroffen. Endlos viele Feuerquallen sorgen auch jetzt noch dafür, dass die rote Flagge im Wind flattert: Badeverbot!

Feuerquallen stechen Hunderte Urlauber in der Ostsee

Allein gestern verzeichnete die DRK-Wasserwacht mehr als 30 Stiche – diese fühlen sich an wie Verbrennungen – durch die Nesselzellen der Feuerquallen.

Wie viele es heute sind, kann Heike Blankenburg vom Kurbetrieb Travemünde noch nicht genau sagen. Die Badegäste seien aber sehr vernünftig und beachteten die Hinweise von DRK und DLRG, nicht ins Wasser zu gehen.

Der idyllische Strand von Priwall in Travemünde war als erster wegen der Feuerquallen gesperrt.
Der idyllische Strand von Priwall in Travemünde war als erster wegen der Feuerquallen gesperrt. Foto: imago/Reinhard Balzerek

Wann sich die Quallen wieder verziehen, sei unklar, denn dafür müsse sich erst einmal der Wind drehen. Im Moment haben die glitschigen Meeresbewohner die Strände Travemündes noch fest in ihrer Hand. „Das sind richtig viele“, so Blankenburg.

Sommerhitze für Feuerquallenplage in Ostsee verantwortlich

Eine Erklärung für das vermehrte Aufkommen der Quallen seien die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen, die für eine verstärkte Vermehrung der Tiere sorgen würden.

Ein wirkliches Badeverbot gebe es übrigens nicht, so Blankenburg. Bei einem solchen Quallenaufkommen werde zwar jedem Badegast dringend davon abgeraten, das Wasser zu betreten, das Baden könne aber tatsächlich niemandem komplett verboten werden.