„Rote Flut“: Floridas Strände sind übersät mit toten Fischen

Florida: Die „Rote Flut“ spült den Tod an die Strände

Tonnenweise tote Fische, verendete Schildkröten und ein abscheulicher Gestank: Die Küste des US-Staates Florida wird von der „Roten Flut“ heimgesucht, einer Algenblüte, die jegliches Leben im Meer erstickt.

Die „Rote Flut“ spült Tausende tote Fische an Floridas Strände.
Die „Rote Flut“ spült Tausende tote Fische an Floridas Strände.

Foto: imago/Agencia EFE

Die Südwestküste Floridas besticht normalerweise durch wundervolle weiße Sandstrände, tiefblaues Wasser und zahlreiche Meerestiere. Davon ist an dem Landstrich zwischen der Tampa Bay und Naples aktuell jedoch nichts mehr zu erkennen: Millionen Fischkadaver wurden von der sogenannten „Roten Flut“ angeschwemmt.

Obwohl derzeit keine Hauptsaison sei, klagen viele Einheimische über die Auswirkungen des Naturphänomens, wie die „Tampa Bay Times“ berichtete. 

Mit dem Tod kommt auch der Gestank, und der lässt viele Touristen flüchten.

Neben Millionen toten Fischen finden Helfer immer wieder auch tote Schildkröten und andere Meerestiere an den Stränden.
Neben Millionen toten Fischen finden Helfer immer wieder auch tote Schildkröten und andere Meerestiere an den Stränden. Foto: imago/ZUMA Press

Naturphänomen „Rote Flut“: Floridas Strände sind übersät mit toten Fischen

Die „Rote Flut“ (Red Tide) ist eine giftige Algenblüte, die sich bereits seit Oktober im Golf von Mexiko ausbreitet und das maritime Leben nach und nach vernichtet.

Dabei handelt es sich um ein natürliches Phänomen: Durch ein Überangebot von Nährstoffen in Kombination mit warmem Wasser können die Algen beständig wachsen. Irgendwann sterben die Pflanzen ab, sinken zu Boden und verbrauchen den Sauerstoff – Meeresbewohner wie Fische ersticken. Außerdem setzen die Algen Giftstoffe sowohl während ihres Wachstums als auch, nachdem sie abgestorben sind, frei. Diese nehmen Tiere wie Meeresschildkröten und sogar Seevögel mit der Nahrung auf und verenden dann ebenfalls.

Floridas Gouverneur ruft Notstand wegen Algenplage aus

Floridas Gouverneur Rick Scott rief am Montag den Notstand für die Region aus. Ein Millionen Dollar schweres Hilfspaket soll nun der angeschlagenen Region helfen, die giftigen Algen zu beseitigen und die Besucherzahlen möglichst schnell wieder zu stabilisieren.

Problematisch ist vor allem die rasante Ausbreitung der Algenblüte: In den sozialen Netzwerken berichten Anwohner von ersten betroffenen Flüssen und Kanälen.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite