Fluggast (47) muss nach Bombendrohung ins Gefängnis

Fluggast (47) muss nach Bombendrohung in den Knast

Weil ein Mann in London nicht mehr an Bord seines gebuchten Fluges durfte, verschickte er kurzerhand eine Bombendrohung – wie er glaubte, anonym. Dafür muss er jetzt zehn Monate ins Gefängnis.

Victoria Förster
Der Mann hoffte, durch die Bombendrohung doch noch mitfliegen zu dürfen. (Symbolfoto)
Der Mann hoffte, durch die Bombendrohung doch noch mitfliegen zu dürfen. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Sebastian Grochowicz

Acht Minuten vor dem geplanten Abflug um 5.55 Uhr erhielt die Polizei am 11. Mai eine anonyme Bombendrohung für den Flug einer norwegischen Airline von London-Gatwick nach Los Angeles. Die Beamten stoppten daraufhin den Flieger und durchsuchten ihn – fanden allerdings nichts.

Konnten sie auch nicht, denn was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: Die Bombendrohung war lediglich der Versuch eines verspäteten Fluggastes, doch noch an Bord des Flugzeugs zu gelangen.

Jacob A. benutzte für die Bombendrohung und den Ticketkauf dieselbe Nummer

Jacob A. war an diesem Freitag zu spät am Check-in und durfte daher nicht mehr an Bord seines gebuchten Flugs nach Los Angeles. Der Franzose wurde wütend und beschimpfte die Angestellten der Airline.

Als das nichts half, setzte er von seinem Handy aus eine anonyme Bombendrohung ab, um doch noch mitfliegen zu können. Eine „lächerliche“ Idee, wie die Polizei von Sussex es inzwischen nennt.

Da der 47-Jährige für die Bombendrohung dieselbe Handynummer nutzte wie zum Buchen seines Tickets, kam die Polizei ihm schnell auf die Schliche: Er wurde festgenommen, als er einige Tage später mit einer anderen Maschine nach Amerika fliegen wollte.

Nun muss Jacob A. für zehn Monate ins Gefängnis

Zunächst stritt der in London lebende Franzose alles ab. Jacob A. gab zwar zu, dass es sich um seine Telefonnummer handele, doch hätte er einige Tage zuvor die SIM-Karte verloren. Vor Gericht bekannte er sich dann doch schuldig. Er wurde zu zehn Monaten Haft verurteilt.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite