Die Schweizer Fluggesellschaft Belair wollte eigentlich im Sommer wieder voll durchstarten. Dann wurde der Termin für einen Neustart plötzlich verschoben. Und jetzt das: Ausgerechnet am Jahrestag der Air-Berlin-Pleite kündigt das ehemalige Tochterunternehmen ebenfalls eine Bruchlandung an – Belair ist zahlungsunfähig.

Air-Berlin-Tochter Belair ist pleite: Insolvenzerklärung noch diese Woche

Der Hauptgrund für die plötzliche Pleitemeldung soll der Absprung eines potenziellen Geldgebers sein. Der Investor habe sich zunächst sehr interessiert und von dem Geschäftsmodell überzeugt gezeigt, dann aber die „Gespräche (…) kurzfristig wider Erwarten und entgegen vorheriger Bekundungen abgebrochen“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Mittwoch.

Herber Rückschlag für die mehr als 100 Beschäftigten

Erst im Januar wurde Belair von der Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft SBC übernommen – kurz bevor die Auflösung der Airline drohte. Die Übernahme gab Hoffnung für einen Neustart, der erst verschoben wurde und jetzt endgültig vor dem Aus steht.

Bitter ist das Auf und Ab vor allem für die mehr als 100 Beschäftigten, die laut dem Unternehmen bereits mit den Vorbereitungen für den geplanten Neustart befasst gewesen seien.