Die Morandi-Brücke führt direkt über die italienische Hafenstadt Genua, dort ist sie aus einer Höhe von mehr als 40 Metern auf einem Stück von etwa 100 Metern eingestürzt. Und das ohne Vorwarnung, während etliche Autos darauf unterwegs waren. Dutzende Fahrzeuge stürzten in die Tiefe, Dutzende Menschen starben.

Morandi-Brücke liegt auf wichtiger Autostrecke für Urlauber

Die Brücke ist auch als Urlaubsverbindung „Autostrada dei Fiori“ bekannt. Für Autoreisende ist sie eine wichtige Verbindungsstraße nach Südfrankreich, in die Lombardei und in den Piemont. 

Nach der Teilsperrung der Autobahn A10 (international: E80) von Genua nach Savona auf der Strecke zwischen der Kreuzung A7 Mailand–Genua und Genua-Flughafen in beiden Richtungen können Urlauber Umleitungen nutzen, allerdings sind Staus möglich.

Autobahn A 10 ist gesperrt – das sind die Ausweichstrecken

Die Autobahn A 10 führt entlang der Nordküste Italiens. Wer bereits dort unterwegs ist und durch Genua muss, könnte in der Stadt entlang des Hafens über die Strada Statale 1 (SS1) fahren. Der ADAC rät aber wegen der extremen Staugefahr davon ab.

Besonders betroffen von der Sperrung seien Autofahrer auf dem Weg von und zum Flughafen Genua und Reisende, die über die Stadt in Richtung Savona und Nizza wollen oder umgekehrt. Autofahrer, die den Fährhafen Genuas erreichen wollen, können über die A 7 fahren. Aber auch hier bilden sich nach wie vor Staus.

Wer westlich von Genua an die ligurische Küste möchte, kann ab Tortona auf die A21 bis Alessandria und von dort auf der A26 in südliche Richtung fahren. Oder er weicht noch großräumiger aus und fährt bis nach Turin und von dort über die E717 weiter in Richtung Süden.

Wer östlich von Genua an die Küste möchte, sollte von Mailand aus die A35 bis nach Piacenza und von dort aus die SP654 in Richtung Süden nehmen. Oder er fährt noch weiter bis nach Parma und von dort über die SS62 Richtung Küste.

Brückeneinsturz in Genua: Zahlreiche Züge verspätet

Auch der Bahnverkehr ist betroffen, unterhalb der Brücke wurde er unterbrochen. Auch sonst kam es in Italien zu Zugausfällen und Verspätungen.

Nach dem Brückeneinsturz in Genua kommt es in Italien auch im Bahnverkehr zu Störungen.
Nach dem Brückeneinsturz in Genua kommt es in Italien auch im Bahnverkehr zu Störungen. Foto: imago/Independent Photo Agency