Mallorca verbietet ab 2019 Plastikmüll – ein Jahr früher als geplant

Mallorca will Plastikmüll noch schneller verbieten

Ein Jahr früher als geplant: Schon ab dem kommenden Jahr sollen Kaffeekapseln, Strohhalme, Einwegbesteck und Pappteller auf der Baleareninsel passé sein. Das sieht ein neuer Gesetzentwurf vor.

Die Abfallbehälter am Strand Cala Mondrago, Mallorca, Balearen, quellen fast über.
Die Abfallbehälter am Strand Cala Mondrago auf Mallorca quellen fast über.

Foto: imago/MiS

Zunächst sollten im kommenden Jahr nur Plastiktüten auf der Baleareninsel verboten werden, weitere Einwegartikel dann ab Januar 2020. Doch ein neuer Gesetzentwurf sieht vor: Schon 2019 soll es mit vielen Wegwerfartikeln in Restaurants, Hotels und im Einzelhandel auf Mallorca vorbei sein. 

Gesetzentwurf soll Plastikmüll und Einwegprodukte ab 2019 verbieten

Keine Pappteller, Plastikstrohhalme und -tüten, Kaffeekapseln – und sogar keine Plastikwasserflaschen mehr. Stattdessen sollen Bars und Restaurants Passanten jederzeit kostenlos Wasser ausschenken. Das besagt der neue Gesetzentwurf. 

Damit dieses Vorhaben Realität wird, muss das Parlament dem Entwurf noch zustimmen. Margalida Ramis, Sprecherin der lokalen Umweltorganisation GOB, zeigt sich aber optimistisch, dass das tatsächlich passiert. Besonders für Inseln sei es wichtig, Abfall zu reduzieren, so Ramis: Es gebe einfach nur begrenzt Platz, um Plastikmüll zu entsorgen.

Mallorca als Zero-Waste-Vorbild Europas?

Mallorca wird dadurch auch zum Zero-Waste-Vorreiter von Europa. Dem „Deutschlandfunk“ zufolge sei Mallorcas Engagement der radikalste Vorstoß einer Regierung innerhalb der Europäischen Union, Plastikmüll zu begrenzen.

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