Costa Rica: Backpackerin (25) auf Weltreise ermordet

Costa Rica: Backpackerin (25) auf Weltreise ermordet

Für die junge Mexikanerin María T. sollte es der Trip ihres Lebens werden: eine Soloreise um die Welt. Doch nur eine Woche nach ihrer Abreise wird ihr lebloser Körper am Strand in Costa Rica gefunden.

Ihr letztes Instagram-Bild zeigt María T. in einem Flusslauf bei La Fortuna, Costa Rica.
María T. in einem Flusslauf bei La Fortuna, Costa Rica. Am Tag darauf war sie tot.

Foto: instagram.com/sirenamarmaid (Screenshot)

Sie war zum ersten Mal als Alleinreisende unterwegs – und es wird das letzte Mal bleiben. Obwohl sie am ersten Stopp ihrer Weltreise, in Costa Rica, schnell andere Reisende kennenlernte und selbst bei dem Überfall durch zwei Männer nicht allein unterwegs war, wurde die junge Mexikanerin María T. vergewaltigt und brutal im Meer ertränkt. 

Erst eine Woche zuvor war sie voller Vorfreude in Costa Rica angekommen: 

Zunächst begann ihre Weltreise wie die vieler anderer Backpacker auch: Sie badete in Flüssen, sonnte sich am Strand, schoss Schnappschüsse für Instagram und lernte neue Freunde kennen.

Doch nur einen Tag, nachdem sie ihr letztes Foto auf Instagram postete, wurde sie in den frühen Morgenstunden zusammen mit einer befreundeten Britin am Strand von Santa Teresa in Cólabo von zwei Männern überfallen.

Weltreisende in Costa Rica vergewaltigt und ermordet

Der Staatsanwaltschaft von Costa Rica zufolge habe die Britin sich losreißen und fliehen können, María aber wurde von den Männern umzingelt, berichtet  „CNN“. Sie beleidigten und vergewaltigten die junge Frau, bevor sie ihr Opfer im Meer ertränkten. 

Die Britin fand zwar einen Sicherheitsbeamten, mit dem sie an den Strand zurückkehrte. Dort fanden sie allerdings nur Marías leblosen Körper. Einen der mutmaßlichen Täter konnte der Beamte in wenigen Hundert Metern Entfernung auf der Flucht schnappen, später wurde ein weiterer festgenommen.

Mutmaßliche Täter müssen ins Gefängnis

Die Männer wurden des sexuellen Missbrauchs und des Mordes angeklagt, beide bestreiten die Tat allerdings. Sie wurden zunächst zu drei Monaten U-Haft verurteilt, eine zu kurze Strafe, findet der zuständige Staatsanwalt und will sie „CNN“ zufolge in einer zweiten Anhörung anfechten.

Der Strandabschnitt, an dem die beiden Frauen von den Männern bedrängt wurden, sei abgelegen und besonders nachts wenig besucht. Es gab keine Kameraaufzeichnungen und nur die Zeugenaussage der Britin, die lediglich einen der Täter erkannte. Die Ermittlungen würden deshalb fortgeführt.

Freunde, Reisende und Einheimische gedenken der jungen Frau

Seit der schrecklichen Tat pilgern immer wieder Menschen an den Strand: Sie legen Blumen nieder, zünden Kerzen an und erinnern mit Bannern an die junge Frau. Fernando S. aus Puerto Rico, der María nur einen Tag vor ihrem Tod getroffen und ein Foto von ihr gemacht hatte, nannte die Täter „kranke Monster, die in nur einem Augenblick alle ihre Träume geraubt“ hätten. 

Andere Frauen, die María kurz vor ihrem Tod in Costa Rica traf, sind tief erschüttert. Sie fordern unter anderem unter dem Hashtag #NiUnaMas (#NichtEineMehr), dass es für Frauen keine Gefahr darstellen sollte, allein zu reisen. 

„Der Tod von Mar darf nicht umsonst sein! Lass dich nicht von der Angst abhalten, deine Träume zu erfüllen, neue Menschen zu treffen, ohne Maß zu lieben und raus in die Welt zu gehen“, erklärte eine Reisende bei einer Demonstration gegen Gewalt an Frauen am Freitag, fünf Tage nach Marías Tod.

Die verzweifelten Eltern meldeten sich ebenfalls zu Wort: „Ihr Spitzname war Mar“, erzählt ihre Mutter. Mar heißt Meer auf Spanisch, „und genau dort ging ihr Leben zu Ende“.

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