Ryanair-Streik: 42.000 deutsche Urlauber gestrandet

So lief der Ryanair-Streik in Deutschland

Am Mittwoch hat es die Gewerkschaft Cockpit angekündigt, seit 3.01 Uhr am Freitag war es Realität: Die deutschen Ryanair-Piloten streikten. 250 Flüge fielen aus, rund 42.000 Urlauber waren betroffen. 

Ein verwaister Ryanair-Schalter am Hamburger Flughafen.
Ein verwaister Ryanair-Schalter am Hamburger Flughafen.

Foto: imago/Chris Emil Janßen

Der gestrige Pilotenstreik in Deutschland, Schweden, Belgien, Irland und den Niederlanden gilt als der größte in der Unternehmensgeschichte der irischen Billig-Airline. 

Dennoch versuchte sich Ryanair noch an möglichst positiven Formulierungen. Auf Twitter hieß es, mehr als 2.000 Ryanair-Flüge könnten trotz der Streiks in fünf Ländern planmäßig starten – das machte im Umkehrschluss aber auch rund 400 Flüge, die von Ausfällen oder Verspätung betroffen waren.

Allein durch den Streik der deutschen Piloten seien 250 Flüge gestrichen, bestätigte Cockpit-Sprecher Janis Schmitt dem reisereporter.

Insgesamt rechnete Ryanair allein in Deutschland mit 42.000 betroffenen Kunden, europaweit belief sich die Summe auf 55.000 betroffene Passagiere.  

Robin Kiely, Head of Communications von Ryanair, betonte, die Airline habe alles unternommen, um die Störungen zu minimieren und die Kunden so früh wie möglich über ihre Optionen zu informieren: eine kostenlose Umbuchung, eine Rückerstattung oder einen vergleichbaren Ersatzflug. Die Mehrheit der betroffenen Kunden sei auf andere Ryanair-Flüge umgebucht worden.

Ryanair sieht Streiks als ungerechtfertigt an

Kiely: „Wir möchten uns noch einmal bei den Kunden, die von dieser unnötigen Störung betroffenen sind, entschuldigen und bitten die streikenden Gewerkschaften, die Verhandlungen fortzusetzen, anstatt zu weiteren ungerechtfertigten Streiks aufzurufen.“

Zukünftige Streiks laut Cockpit nicht ausgeschlossen

Zu der Frage, ob sich ein Ausstand der Piloten in Deutschland bald wiederholen könnte, sagte Schmitt, man warte „den heutigen Tag und ein neues Angebot von Ryanair ab“, bevor die Situation noch einmal bewertet würde. 

Und: „Wir verbieten uns nicht, in alle Richtungen zu denken.“ Sollte es also zu keiner Einigung zwischen der Vereinigung Cockpit und Ryanair kommen, sind weitere Pilotenstreiks in Deutschland nicht ausgeschlossen.

Am Nachmittag versammelten sich deutsche Ryanair-Piloten in Frankfurt, um für bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren: 

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite