Ein wirklicher Fall von Diskriminierung oder einfach ein Hipster, der sich auf den Schlips getreten fühlt? Der 26-jährige Sid O. aus London wurde entlassen, da er den Dresscode der Fluggesellschaft gebrochen habe. Einer seiner Chefs habe ihn sogar beiseitegenommen und gesagt, sein Haar sehe aus „wie von einem Mädchen“.

Mann wegen „Frauenfrisur“ diskriminiert

Seine Vorgesetzten hätten ihm unmissverständlich mittgeteilt: „Schneide dein Haar, trag einen Turban oder mach dir Dreadlocks.“ Der Man-Bun sei aber unerwünscht. Deshalb, sagt Sid gegenüber der „Daily Mail“, sei er eindeutig wegen einer Frisur diskriminiert worden, die für Frauen als angemessen gilt, für Männer aber nicht.

Sid arbeitete unter anderem an der Gepäckabgabe. An seiner Seite hätten zahlreiche Frauen gearbeitet, die ebenfalls einen Dutt trugen. Dennoch sei er wegen diese Frisur diskriminiert worden.

Gemischte Reaktionen auf angebliche Diskriminierung bei British Airways

Doch nicht jeder versteht Sids Problem: Auf Twitter lästern einige User über den Londoner und finden, er suche nur Medienrummel. „Ich habe kein Mitleid“, schreibt einer. Ein anderer: „Bei der Airline gibt’s allein 17.000 Mitarbeiter der Kabinencrew, die sich alle an die Vorschriften halten – was ist deine Entschuldigung?“

Andere vermuten, dass Sid einfach schlechte Arbeit geleistet habe und die Airline nur nach einem Grund suchte, ihn entlassen zu können.

Frauen dürfen bei British Airways Dutts tragen, Männer nicht

In den Kleidungsvorschriften der Airline heißt es, dass Männer nur einen Pferdeschwanz tragen dürfen, wenn sie damit Dreadlocks zusammenhalten. Frauen wiederum dürfen ihr Haar unterschiedlich frisieren, etwa als Dutt, Pferdeschwanz oder geflochtenen Zopf.

Während des Bewerbungsprozesses sei sein Man-Bun übrigens kein Thema gewesen, so Sid. British Airways sagte zu Sids Anklage nur: „Wir kommentieren keine individuellen Fälle.“