Cluj-Napoca: Die 5 Highlights unserer „reisereporter 2018“

Cluj-Napoca: Die 5 Highlights von Jane und Julia

Jane und Julia sind die zweitplatzierten „reisereporter 2018“, sie erleben mit TUI und uns derzeit das beste Jahr ihres Lebens. Was du in der rumänischen Stadt Cluj-Napoca nicht verpassen darfst, verraten sie dir hier.

Julia & Jane
Für Jane und Julia eines ihrer absoluten Highlights: das Untold-Festival.
Für Jane und Julia eines ihrer absoluten Highlights: das Untold-Festival.

Foto: Maria Menzel

Jane und Julia haben vier Tage in der Studentenstadt Cluj-Napoca in Rumänien verbracht, in ihrem Reisetagebuch haben sie dich live auf ihren Städtetrip mitgenommen. Nun verraten sie dir hier ihre schönsten Momente.

Das sind die fünf Highlights von Jane

1. Große Stars vor großer Kulisse

Als wir erfuhren, dass wir während unserer Reise ein Festival besuchen würden, war ich sofort total aufgeregt. Ich bin noch nie zuvor auf einem solchen Event gewesen und wusste gar nicht, was uns erwartet.

Das Untold-Festival gibt es erst seit vier Jahren und es zählt schon jetzt zu den größten seiner Art in Europa.

Gespannt wie ein Flitzebogen kämpften wir uns an unserem dritten Abend in Cluj also geduldig durch die Schlange und die Sicherheitskontrolle am Eingang, bis wir es endlich auf das Gelände schafften.

Als wir schließlich die Main-Stage betraten, traute ich meinen Augen nicht: Wir standen mitten in einem Fußballstadion, gefüllt mit beinahe 80.000 feiernden Menschen. Durch die Menge tanzte eine überdimensionale, leuchtende Puppe und auf der Bühne performten Jason Derulo und Kygo nacheinander ihre Welthits – der helle Wahnsinn.

Die Stimmung war gigantisch, die Show und die Kulisse ebenfalls. Ich war so überwältigt und glücklich, dass ich am liebsten für immer geblieben wäre.

Das Untold-Festival zählt zu den größten seiner Art in Europa.
Das Untold-Festival zählt zu den größten seiner Art in Europa. Foto: Maria Menzel

2. Urige Stände voller Traditionen

In anderen Ländern über einheimische Märkte zu schlendern und zu entdecken, was die Menschen dort verkaufen, ist für mich definitiv ein Muss. In Cluj fanden wir einen solchen vor einer tollen Kulisse – umsäumt vom Nationaltheater und der Assumption-Kathedrale hatte der Markt eine ganz besondere Ausstrahlung, in der ich mich sofort wohl gefühlt habe.

Souvenirshopping: Julia und Jane auf dem Markt in Cluj-Napoca.
Souvenirshopping: Julia und Jane auf dem Markt in Cluj-Napoca. Foto: Maria Menzel

3. Mit dem Fahrstuhl in eine andere Welt

Ein Freizeitpark unter der Erde? Mit Minigolf und Bowlingbahn? Mitten auf einer Insel aus abgelagerten Salzresten? Dass es so etwas tatsächlich geben sollte, konnte ich mir nur schwer vorstellen.

Tatsächlich war das Bild erst einmal verwirrend, das mich nach einem nicht ganz ungefährlichen Treppenabstieg 120 Meter unter die Oberfläche im Salzbergwerk von Turda erwartete. Ein Riesenrad, von dem aus man gegen dicke Salzwände guckte, gleich daneben Billardtische und Tischtennisplatten und noch zwei Schritte weiter ein See, über den man sich in kleinen Ruderbooten treiben lassen konnte. Von der Decke hingen Hunderte meterlange Salzzapfen.

Das passte alles überhaupt nicht zusammen und genau aus diesem Grund war die ganze Kulisse noch einzigartiger – wie von einem fremden Planeten. Seit das Bergwerk 1992 für Besucher geöffnet wurde, kann man dort die alten Konstruktionen zur Salzgewinnung und -beförderung erkunden und sich gleichzeitig im tiefsten Freizeitpark der Welt vergnügen.

Ein Ort mit einer Atmosphäre, die sich mit Worten kaum beschreiben lässt und die man unbedingt erlebt haben sollte.

Der tiefste Freizeitpark der Welt hat eine ganz eigene Atmosphäre.
Der tiefste Freizeitpark der Welt hat eine ganz eigene Atmosphäre. Foto: Maria Menzel

4. Eine Welt voller Glitzer

Eine schier endlose Food-Meile, unzählige Fotowände, Blumenkränze für die Haare und jede Menge glitzerndes Make-up: Klingt nach einer perfekten Traumwelt. Und das war es auch.

Die Angebote auf dem Untold-Gelände waren einfach wie für uns gemacht. Hätten wir geahnt, dass dort wirklich alles geboten wird, was man sich nur wünschen konnte, wäre uns die morgendliche Glitzer-Suchaktion und die Verzweiflung beim missglückten Versuch, dieses glanzvoll in unsere Gesichter zu befördern, erspart geblieben. Für das nächste Mal sind wir schlauer!

Mit ein bisschen Glitzer verschafft Julia ihrem Festival-Make-up den letzten Schliff.
Mit ein bisschen Glitzer verschafft Julia ihrem Festival-Make-up den letzten Schliff. Foto: Maria Menzel

5. Landestypische Speisen

Die Altstadt von Cluj ist klein, versprüht aber dennoch eine Menge Charme. Die alten Gebäude sind in diesem Teil der Stadt saniert, und in den kleinen Gassen, die von dem Platz vor der Michaelskirche abgehen, gibt es viele niedliche Ecken zu entdecken. Gemütliche Restaurants tauchen links und rechts in Hinterhöfen auf, und zahlreiche kleine Cafés, die ihre Sonnenschirme und Tische vor der Tür aufgebaut haben, laden zu einer kurzen Entspannungspause ein.

Es gibt leckeres Eis und hausgemachte Zitronenlimonade – auch traditionelle Speisen stehen auf der Speisekarte. Da konnten wir natürlich nicht Nein sagen und probierten das landestypische Gericht Polenta, ein aus Maisgrieß zubereiteter Brei, der mit Joghurt und Gewürzen verfeinert und anschließend mit Käse überbacken wird. Ein richtiger Gaumenschmaus!

„Ein echter Gaumenschmaus“, sagen unsere reisereporter, nachdem sie das landestypische Gericht Polenta probiert haben.
„Ein echter Gaumenschmaus“, sagen unsere reisereporter, nachdem sie das landestypische Gericht Polenta probiert haben. Foto: Maria Menzel

Das sind die fünf Highlights von Julia

1. Ein rosa Airbnb-Traum

Von einer All-inklusive-Luxus-Kreuzfahrt mit täglichen Zimmerservice im Stundentakt zu einem Airbnb-Zimmer. Na super.

Meine Vorfreude hielt sich als Hotelliebhaberin in Grenzen, als das Flugzeug Achterbahnfahrt-ähnlich in Cluj-Napoca landete. Und auch bei der Weiterfahrt im Taxi kreisten meine Gedanken nur um dieses eine Thema: kein Hotel. Ein Airbnb-Zimmer. Ganz ruhig.

Wer würde mir wohl die Tür öffnen? Eine mafiöse Ratten-Gang, die bereits seit Jahren in diesem Zimmer lebte und dort ihr Unwesen trieb? Behangen mit mysteriös geklautem Goldschmuck der Gäste und wedelnden 5-Dollar-Scheinen in der Hand? Wer kontrollierte überhaupt die Sauberkeit der Zimmer? Und wer hat alles einen Schlüssel?

Ehe mein Hirn sich weitere Horrorszenarien ausmalen konnte, kam das Taxi zum Stehen. Wir waren da. Okay, Ruhe bewahren – und keine Schwäche zeigen! Im Untergrund muss man sich sofort als der Stärkere beweisen. Ratten-Gang, ich komme!

Vorsichtig öffnete ich die Tür – und schloss sie wieder. O mein Gott. Wieder geöffnet. WAS WAR DAS DENN?? Vor mir breitete sich eine ganze Wohnung aus. Liebevoll eingerichtet in Gold und Rosa. Also entweder waren das extrem stilvolle Nagetiere, oder eine Airbnb-Unterkunft ist einfach der Geheimtipp Number One.

Ich stellte meine Sachen vorsichtig auf dem gemütlichen Bett ab, spiegelte mich kurz in einem wunderschönen, weißen Schminktisch (yes, es gab einen Schminktisch!) und lugte ins Bad. Leute, da hing ein rosa Duschvorhang mit Rüschen.

Ein.

Rosa.

Duschvorhang.

Mit.

RÜSCHEN!

Jane und ich waren im Airbnb-Paradies angekommen und bereit für eine Entdeckungstour durch Cluj-Napoca.

Jane auf dem gemütlichen Bett in der Airbnb-Unterkunft.
Jane auf dem gemütlichen Bett in der Airbnb-Unterkunft. Foto: Maria Menzel

2. Cluj-Napoca – Limotown

„Eisgekühlte Limonade, Limonade eisgekühlt, und dazu ein belegtes Brot mit Schinken, ein belegtes Brot mit Ei. Das sind zwei belegte Brote, eins mit Schinken und eins mit Ei.“ Gern geschehen für diesen Ohrwurm!

Okay, aber im Ernst: Ich kenne keine Stadt, in der Limonade das Nationalgetränk zu sein scheint. An jeder Ecke und in jedem Restaurant findet man frische, kalte Limonade. Und die schmeckt! Mmmhhh… unwahrscheinlich gut.

Mit einem Glas eisgekühlter Limonade stoßen Jane und Julia auf den Trip nach Cluj-Napoca an.
Mit einem Glas eisgekühlter Limonade stoßen Jane und Julia auf den Trip nach Cluj-Napoca an. Foto: Maria Menzel

3. Abhängen über den Dächern der Stadt

Endlich mal wieder so richtig abhängen. In einer Hängematte. Auf einer Dachterrasse. Der Traum eines jeden Influencers – hatschi! Gesundheit – wurde Realität. Eine traumhafte Location für das perfekte Instagram-Foto war über den Dächern der Stadt Cluj-Napoca geschaffen.

Es hätte alles bravourös sein können: Das Bild hätte nur kurz geschossen werden müssen, hochgeladen und schon wäre es viral gegangen. Ich hätte Millionen von Likes und Kommentare erhalten. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Wäre da nicht meine fantasiebegabte Freundin Jane gewesen, die ihre Tagesaufgabe darin sah, mich regelmäßig aus dieser Hängematte zu stoßen. Nach einer halben Stunde sah ich die Aussichtslosigkeit dieser Situation ein und gab auf.

Schade, liebe Hängematte. Es hätte so schön werden können mit uns.

Nur kurz lässt Jane Julia in der Hängematte auf dem Dach entspannen.
Nur kurz lässt Jane Julia in der Hängematte auf dem Dach entspannen. Foto: Maria Menzel

4. Untold – Warum hat mir das niemand gesagt?

Das erste Mal auf einem Festival. Sofort schlechte Laune gehabt. Wenn ich etwas genauso meide wie den Mathe-Unterricht, dann sind es Ansammlungen von Menschenmassen. Ich fühle mich einfach nicht wohl, wenn ich wie eine Fliege zwischen schwitzenden, tanzenden Halbstarken regelrecht zerdrückt werde.

Und genau so war es. Wir kamen auf dem Gelände an, holten unsere Tickets ab und wurden mit unzähligen, gut gelaunten Jungs und Mädels Richtung Eingang geschoben. Furchtbar! Ich versuchte, die bereits summende und über beide Ohren strahlende Jane davon zu überzeugen, dass in unserem Airbnb-Zuhause ein rosa Plüschtraum auf uns wartete, aber nichts da. „Warte mal ab, wir gehen da jetzt rein. Los!“

Wir gingen da jetzt also rein. Hä? Nur einen Meter nach der Sicherheitskontrolle lösten sich die Massen auf. Das Gelände war riesig. Die Menge verteilte sich augenblicklich. Wie konnte das sein? Meine Augen fingen an zu funkeln, als ich die unzähligen Lichterketten erblickte, die liebevoll dekoriert von den Ästen hingen.

Überall waren Stände aufgebaut, an denen man sich hätte schminken lassen können oder die Haare zu einem perfekten Festival-Look hätte zaubern lassen können. Der Duft von frischen Waffeln und Crêpes, Pommes und Eis strömte in meine Nase. Wow! Ich fühlte mich prompt wohl. Wir schlenderten von Stand zu Stand und von Bühne zu Bühne. Wir tanzten zu Kygo und grölten mit zu Jason Derulo. Was für ein Abend! Das Untold-Festival war wirklich der Knüller.

Gute Laune auf dem Untold-Festival.
Gute Laune auf dem Untold-Festival. Foto: Maria Menzel

5. Eis aus dem Zapfhahn und rührende Männer

Wenn ihr unsere Beiträge schon etwas länger verfolgt, dann wisst ihr sicherlich, dass wir regelrechte Bio-Recycling-Anlagen sind, was das Essen betrifft: Immer auf der Suche, niemals satt.

So begaben wir uns auch in Cluj-Napoca auf die Jagd. Es sollte ein kulinarisch leckeres, gustiöses, schmackhaftes Eis werden. Nicht zu kalt, nicht zu warm, nicht zu süß, nicht zu fad. Stopp! Da könnte etwas sein.

Wir kamen vor einem Laden zum Stehen, in welchem wir bereits durch die Scheibe einen Mann sahen. Einen Mann, der mit einem exorbitant großen Löffel in einem Topf rührte. Sah sehr vielversprechend aus, also gingen wir rein. Bereits beim Erblicken der Zapfhähne, aus denen das cremige Eis strömte, fühlten wir uns in dieser Bude goldrichtig.

Es gab fast jede Sorte Eis, die man sich vorstellen konnte. Während ich mir Janes meistgehasstes Eis – Saltet Caramel – bestellte, entschied sich der Gourmet für zwei Kugeln Snickers. So war für jeden Geschmack etwas dabei und die Jagd konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Jane und Julia genießen ein frisch gezapftes Eis zur Abkühlung.
Jane und Julia genießen ein frisch gezapftes Eis zur Abkühlung. Foto: Maria Menzel

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