Reisetrends: Studie zeigt, wie Jugendliche reisen

Like a Local: Was Jugendliche beim Reisen wollen

Wie eine Kostprobe der Zukunft: Wer sich anschaut, wie die Generation Z heute reist, sieht, wie die Zukunft des Reisens insgesamt aussehen könnte. Eine weltweite Studie hat genau das getan. Das Ergebnis:

Zwei junge Frauen am Strand von Oceanside, Kalifornien.
Urlaubsziele lieber wie Einheimische anstatt wie Touristen erleben? Liegt bei jungen Erwachsenen voll im Trend. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Vince Fleming

Die Reisetrends der Jugend sind die Reisetrends der Zukunft. Vielleicht auch deshalb wird alle fünf Jahre das Reiseverhalten der unter 30-Jährigen in einer weltweiten Studie der World Youth Student and Educational (WYSE) Travel Confederation untersucht. Hier einige der wichtigsten Erkenntnisse aus der aktuellsten Umfrage von 2017: 

Weniger feiern und mehr Authentizität

Den größten Zuwachs im Vergleich zur vorherigen Studie von 2012 verzeichnete die Kategorie „Living Like a Local“ (etwa: Leben wie die Einheimischen). Die Hälfte aller Teilnehmer strebt im Urlaub anscheinend nach möglichst authentischen Erfahrungen, die Reisenden wollen das Reiseziel also lieber wie Einwohner erleben anstatt wie Touristen.

Feiern wird dagegen als einzige Urlaubsaktivität unbeliebter: Nachtclubs besuchen nur noch 35 Prozent der Befragten, immerhin 4 Prozentpunkte weniger als noch fünf Jahre zuvor.

Jugendliche nutzen mehr Inspirationsquellen 

Verglichen mit 2002, als die Teilnehmer durchschnittlich nur drei Quellen zur Planung ihrer Reisen nutzten, schoss die Zahl der Informations- und Inspirationsquellen 2017 rasant in die Höhe: Mittlerweile werden nämlich rund 10,5 Quellen genutzt, also fast viermal so viele wie vor 15 Jahren.

Freunde und Familie werden als Lieferanten für heiße Tipps zwar weiterhin geschätzt, aber auch die sozialen Medien und Bewertungsplattformen gewinnen an Bedeutung. Dagegen seien traditionelle Reiseführer, Broschüren und Touristeninformationen in den vergangenen fünf Jahren immer unwichtiger geworden.

Spendabel in Sachen Essen, Trinken, Events und Festivals

Für die Millenials scheint echter Luxus nicht aus Erste-Klasse-Tickets oder Beinfreiheit zu bestehen – sondern aus kulinarischen Erlebnissen, Events, Festivals oder Kunst. In diesen Kategorien sind die Teilnehmer der Umfrage nämlich bereit, zusätzlich Geld auszugeben. 

Es gibt allerdings Unterschiede innerhalb der Gruppe der unter 30-Jährigen – zum Beispiel zwischen den Geschlechtern: Von den Männern würden fast doppelt so viele mehr für ein Businessclass-Ticket ausgeben als die Frauen. Und junge Reisende aus dem südlichen Asien neigen besonders dazu, sich im Urlaub richtig etwas zu gönnen und viel Geld auszugeben.

Wo Teens und Twens ihren Urlaub buchen

Und wo werden die Abenteuer gebucht? Im Vergleich zu vor zehn Jahren ist der Anteil der Buchungen bei Reisebüros rasant zurückgegangen, stattdessen buchen die jungen Reisenden 40 Prozent der Flugreisen und fast 50 Prozent der Unterkünfte in Onlinereisebüros. Besonders beliebt: Expedia, STA und Skyscanner für Flüge sowie Booking.com, Hostelworld und Airbnb für Unterkünfte.

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