Aufregung am Flughafen Frankfurt: Wegen eines Sicherheitsproblems „im Bereich A des Terminals 1 am Flughafen Frankfurt kommt es zu polizeilichen Einsatzmaßnahmen“, teilte die Bundespolizei auf Twitter mit.

Trotz positiven Sprengstofftests kam Familie durch die Sicherheitskontrolle

Eine Flughafenmitarbeiterin soll, so die Bundespolizei am Nachmittag, eine vierköpfige Familie aus Frankreich trotz positiven Sprengstofftests durch die Sicherheitskontrolle gelassen haben. Zuvor hieß es noch, „mindestens eine Person“ sei „unberechtigt in den Sicherheitsbereich gelangt“.

Das Boarding sei gegen 11.30 Uhr deshalb direkt gestoppt, Passagiere seien von den Gates in den Ebenen 2 und 3 zurück in die Flughafenhalle gebracht worden. 

Die Bundespolizei sperrte Teile des Terminals 1 ab.
Die Bundespolizei sperrte Teile des Terminals 1 ab. Foto: Brodmeier

Frankfurter Flughafen: Flugbetrieb stark beeinträchtigt

Ankommende Flugzeuge mussten auf dem Rollfeld warten, Flüge wurden über andere Airports umgeleitet. Flughafenmitarbeiter verteilten Getränke und Snacks, auch Sanitäter waren vor Ort.

Stillstand auf dem Flughafen Frankfurt.
Stillstand auf dem Flughafen Frankfurt. Foto: Brodmeier

Polizeieinsatz am Fraport um 14.30 Uhr beendet

Gegen 14.30 Uhr teilte die Bundespolizei auf Twitter mit, dass die betroffenen Bereiche des Frankfurter Flughafens wieder freigegeben seien und der Betrieb wieder laufe.

Allerdings herrschte auch danach noch Chaos. Von der Terminalräumung waren nämlich auch die Mitarbeiter der Lufthansa betroffen:

Die Lufthansa, deren Flüge am Terminal 1 am meisten von der Evakuierung betroffen waren, will bis zum Nachmittag einen Ersatzflugplan veröffentlichen. Das kündigte die Fluggesellschaft auf Twitter an. Bisher seien rund 7.000 Passagiere von dem Flugchaos betroffen.

Sicherheitspanne am Münchner Flughafen

Erst Ende Juli kam es am Münchner Flughafen zu einem ähnlichen Vorfall: Eine Frau war unkontrolliert in den Sicherheitsbereich des Flughafens gekommen. Hunderte Passagier mussten wegen gestrichener Flüge am Flughafen übernachten. Insgesamt wurden 330 Flüge abgesagt. Auch Tage danach herrschte noch Chaos wegen liegen gebliebener Gepäckstücke.