Klützer Winkel: 7 Dinge, die du machen musst | reisereporter.de

7 Dinge, die du im Klützer Winkel machen musst

Zwischen Lübeck und Wismar liegt der Klützer Winkel. Dich erwarten dort weite Landschaften und natürlich die Ostseeküste. reisereporter Andreas Zecher hat Tipps, was du dort alles unternehmen kannst.

Andreas Zecher
Mit dem „Kaffeebrenner“ geht durch den Klützer Winkel.
Mit dem „Kaffeebrenner“ geht es durch den Klützer Winkel.

Foto: OZ/KOE

1. Mit dem „Kaffeebrenner" durch den Klützer Winkel

Wenn du ein Eisenbahn-Freak bist, dann solltest du unbedingt den Klützer „Kaffeebrenner“ kennengelernt haben. Dahinter verbirgt sich eine historische Eisenbahn. Sie fuhr eingleisig auf der Strecke Klütz-Grevesmühlen. In der Nähe des Grevesmühlener Bahnhofs befand sich eine Malzkaffeebrennerei, der der Zug seinen Namen verdankt.

Zwischen 1905 und Anfang der 90er-Jahre war die Strecke in Betrieb. Da sie durch die reizvolle Landschaft des Klützer Winkels führt, gab es immer wieder Bemühungen einen touristischen Bahnbetrieb einzurichten. Zum heutigen Erfolg kam es, als ein Verein, die Idee hatte, den „Kaffeebrenner“ auf der Spurweite 600 Millimeter als Kleinbahn fahren zu lassen. Im denkmalgeschützten Bahnhofsensemble von Klütz informiert eine Museumsausstellung über seine Geschichte.

Es gibt Fahrten zwischen Klütz und Reppenhagen. Die Züge haben Dieselbespannung, gelegentlich schnaufen auch Dampflokomotiven. Die Betriebstage sind von Mai bis Oktober Montag bis Freitag.

2. Spannende Experimente im „phantechnikum“

Für technisch Interessierte ist es geradezu eine Sünde, dass „phantechnikum“ in Wismar nicht zu besuchen. Kaum eine halbe Autostunde von Boltenhagen entfernt, findest du dort eindrucksvolle Exponate und viele Experimente zum Schauen und Mitmachen. „Technik zum Anfassen“, lautet das Motto des Hauses. Denn sie präsentiert die spannende Welt der Technikgeschichte anschaulich und interaktiv.

Die Technikgeschichte des Nordostens steht im Mittelpunkt der musealen Arbeit. So wirst du staunen, welche Pionierleistungen auf dem Gebiet Luftfahrt in diesem vermeintlich entlegenen Landstrich vollbracht wurden.

phantechnikum | Adresse: Zum Festplatz 3, 23966 Wismar | Öffnungszeiten: Juli und August täglich 10 bis 18 Uhr, September bis Juni, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
 

Im Phantechikum kannst du selbst experimentieren.
Im Phantechikum kannst du selbst experimentieren. Foto: peter Lueck

3. Eine „echte“ Hansekogge entern

In Wismar musst du unbedingt einen Abstecher zum Hafen machen. Dort liegt nämlich der Nachbau einer Hansekogge vor Anker. Die nach dem Fundort des maßgebenden Wracks benannte Poeler Kogge „Wissemara“ kann täglich besichtigt werden.

Ehrenamtliche Mitglieder des Fördervereins informieren gern über das Schiff und auch über Segeltörns, die von April bis Oktober durchgeführt werden. Informieren. Du kannst einen Segeltörn direkt oder auf der Internetseite des Vereins buchen. 

Förderverein Poeler Kogge | Adresse: Baumhaus, 23966 Wismar​ | Informationen über Liegezeiten unter 03841/227249 (werktags bis 15.30 Uhr)

4. Einen Abend mit Capt´n Flint und seinen Piraten

Wenn du zudem ein Freund von maritimen Historienspektakeln bist, musst Du das „Piraten Open Air“ Grevesmühlen besuchen. 2018 wird dort die Episode „Spanish Cuba“ aus dem Zyklus „Schicksalhaften Begegnungen des Piraten Capt'n Flint“ gezeigt.

Der Veranstalter verspricht waghalsige Fechtkämpfe, Spezialeffekte, atemberaubende Stunts, echte Vorderladerwaffen und Kanonen. Mehr als 60 Darsteller sind auf zwei Tribünen im Einsatz und lassen eine fesselnde Story rund um Macht, Gold, Freundschaft und Liebe Revue passieren.

Aufführungen: Bis 8. September 2018. Dienstag bis Samstag 19.30 Uhr, Sonntag 16.00 Uhr | Telefon: 03881/ 756600

Die beiden Hauptdarsteller Laura Koppka als Angelina de Loreal und Benjamin Kernen in der Rolle des Capt`n Joshua Flint.
Die beiden Hauptdarsteller Laura Koppka als Angelina de Loreal und Benjamin Kernen in der Rolle des Capt`n Joshua Flint. Foto: dpa/Jens Büttner

5. Mit dem Rad zur Viermastbark „Passat“

Du hast dein Fahrrad mit nach Boltenhagen genommen oder möchtest dir eines ausleihen? Die Region um das Seebad ist ein Radrouten-Paradies. Mit derzeit 34 Radrouten steht dir als Freizeit- oder Aktivsportler ein großes und  abwechslungsreiches Angebot zur Auswahl.

Insgesamt führen 23 Radtouren und elf Fernradtouren durch die Region Boltenhagen und laden dich zum Erkunden ein. Eine davon musst du gemacht haben: auf nach Travemünde. Auf dem gut asphaltierten Radweg entlang der Ostseeküste geht es entlang der beeindruckenden Steilküste teils steil auf und ab in das benachbarte, lebhaftere Seebad vor den Toren Lübecks. Zahlreiche Strandzugänge laden auf der Strecke zur Abkühlung ein.

Nach knapp 30 Kilometern an der Priwaller Fähre angekommen, setzt du nach Travemünde über. Dabei genießt du den Anblick der majestätischen Viermastbark „Passat“. Relaxen und stärken im Seebad und dann geht es zurück ins Quartier. Diesen Ausflug solltest du als Tagestour planen.

Die "Passat" liegt in Travemünde. Von der Priwall-Fähre aus hast du einen tollen Blick auf den alten Segler.
Die "Passat" liegt in Travemünde. Von der Priwall-Fähre aus hast du einen tollen Blick auf den alten Segler. Foto: Karl Erhard Voegele

6. Wandern durch den Leonorenwald

Die „grüne Lunge“ Boltenhagens ist der mehrere Quadratkilometer große Leonorenwald. Dort lässt sich vieles finden, was dein Herz als Wanderer höher schlagen lässt: Mächtige Buchen, Eichen und Ahornbäume, und sogar zwei „Mammutbäume“ warten in der Nähe der Ortschaft Kalkhorst auf dich.

Durchzogen wird dieses kleine Naturparadies von zahlreichen Wanderwegen, die sich von Kalkhorst nach Goldbeck und von Hohen Schönberg bis nach Kühlenstein erstrecken. Auch für Ungeübte ist der Leonorenwald im Rahmen einer Tageswanderung bequem und entspannt erlebbar.

Du erreichst ihn, wenn du bis nach Kalkhorst fährst vom gut ausgeschilderten Wiesenparkplatz auf der Kopfsteinpflasterstraße direkt auf ihn zugehst. Es empfiehlt sich eine kleinteilige Wanderkarte im Gepäck zu haben.

7. Strandgut als Beweismittel sammeln

Damit dir auch daheim geglaubt wird, dass du am schönen Ostseestrand von Boltenhagen warst, musst du einige Beweisstücke mitbringen. Mit etwas Glück findest du versteinerte Seeigel, Korallen, Seelilienstängel oder Schnecken. Die Seeigel haben in etwa die Form einer Halbkugel und ein fünfstrahliges Punktemuster darauf.

Die meisten Versteinerungen stammen aus der Kreidezeit und sind rund 70 Millionen Jahre alt. Mit noch mehr Glück findest du Bernstein. Aber pass auf, dass du deinen Fund nicht mit einem braunen Stein oder einer Glasscheibe verwechselst. Echter Bernstein schwimmt in einem Glas mit Wasser. Also sortiere so aus, vielleicht bist du nach dem Test immer noch ein Glückspilz.

Oft lohnt sich, auf den Boden statt aufs Meer hinaus zu gucken.
Oft lohnt sich, auf den Boden statt aufs Meer hinaus zu gucken. Foto: Corinna Schaak

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