Headbanging mit Hörgerät? Dafür, dass echte Heavy-Metal-Liebe kein Alter kennt, sind diese beiden der beste Beweis: In der Nacht von Samstag auf Sonntag sammelte eine Polizeitstreife um 3 Uhr morgens zwei Rentner ein, die offensichtlich dem Ruf des Metal-Mekkas nicht wiederstehen konnten. 

Renitente Rentner wollen nach Wacken – und werden von der Polizei zurück ins Heim gebracht

Wie die Polizeidirektion Itzehoe mitteilt, waren sie aus ihrem Altersheim in Dithmarschen, etwa eine halbstündige Autofahrt vom Festivalgelände entfernt, ausgebüxt. In ihrer Unterkunft wurden die zwei aber schnell vermisst, sodass sie direkt nach dem Aufgriff durch die Polizei nach Hause transportiert wurden. 

Dass ihre Festivalpläne vereitelt wurden, störte die vermeintlichen Altrocker aber so sehr, dass vorsorglich ein Streifenwagen das Taxi begleitete, damit sie den Taxifahrer nicht doch zum Umdrehen bewegten. 

Update 6. August, 16.57 Uhr:

Anders, als noch in der ursprüngliche Pressemitteilung der Polizeidirektion Itzehoe, erklärte die Polizei heute gegenüber „NDR Schleswig-Holstein“, dass die beiden Herren knapp 60 Jahre alt und psychisch krank sind. Sie hätten keine Tickets für das Festival gehabt, waren nicht bei dem Festival und wurden von ihrem Pflegeheim als vermisst gemeldet. Laut einem Polizeisprecher hatten die Männer offenbar lediglich „den letzten Bus zurück nach Hause verpasst“.