Martina Wegscheider, die Physiotherapeutin der Sportstars

Bester Job ever: Physiotherapeutin der Sportstars

Du willst einen coolen Job, bei dem du permanent reisen kannst, ständig Abenteuer erlebst, die besten Sportarten praktizierst und die schönsten Plätze der Welt siehst? Diese Österreicherin hat ihn.

In den Trainingspausen gibt Martina Wegscheider gern Vollgas.
In den Trainingspausen gibt Martina Wegscheider gern Vollgas.

Foto: privat

Martina Wegscheider ist Physiotherapeutin – klingt erst mal ganz normal. Ist es aber nicht! Denn mit viel harter Arbeit, Leidenschaft und einem Funken Glück hat sie es mit ihrem Beruf sehr weit gebracht. Einmal um die Welt, um genau zu sein: Sie betreut Profisportler. Und das ermöglicht ihr einen außergewöhnlichen Lebensstil.

Der Weg dorthin ging allerdings nicht immer geradeaus, denn Physiotherapeutin wollte sie eigentlich nie werden. In ihrer Jugend war sie selbst Leistungssportlerin und wollte mit Skilanglauf ihr Geld verdienen, sogar bei den Jugendweltmeisterschaften nahm sie teil.

Nach der Schule entschied sie sich für eine Ausbildung statt für den Profisport

Doch nach dem Abi muss sie sich entscheiden zwischen der großen Sportkarriere und einer Ausbildung. Auch wenn es ihr schwerfällt, mit dem Sport aufzuhören, wählt sie die Ausbildung zur Physiotherapeutin und wird es nicht bereuen.

Was für ein Ausblick – und das, während der Arbeit.
Was für ein Ausblick – und das, während der Arbeit. Foto: privat

Zunächst arbeitet die junge Frau in einer Praxis für Physiotherapie und sammelt Berufserfahrung. Da ihr Chef weiß, dass es Martinas Traum ist, mir Sportlern zu arbeiten, ermöglicht er ihr, die Saison über nach Neuseeland zu gehen und immer wieder freie Projekte anzunehmen.

Nonstop arbeitet sie, um ihre Ziele zu erreichen, und dann spielt der Zufall ihr in die Karten: Sie trifft in einem Café den Cheftrainer des amerikanischen Skiteams, und er bietet ihr einen Job an.

Wegscheider trainiert die erfolgreichste amerikanische Abfahrt-Skiläuferin

Spontan schickt sie ihren Lebenslauf ein und sitzt eine Woche später mit einer Festanstellung in der Tasche im Flieger in die USA. Der Rest ist Geschichte.

Die Österreicherin arbeitet für das Damen-Skiteam, dann für die erfolgreichste amerikanische Abfahrt-Skiläuferin Julia Mancuso. Neben Skiläufern betreut die Physiotherapeutin auch Surfer – sie pendelt also zwischen den besten Skigebieten der Welt und Südseeinseln hin und her.

Das Beste daran? Sie kann selbst ihre beiden Lieblingssportarten ausüben und in den Trainingspausen die Welt erkunden. Manchmal kann sie es nicht glauben, dass das ihr Leben ist. Sie versucht, jeden Tag aufs Neue bewusst zu erleben und zu genießen.

Kein Tag ist wie der andere – mein Job wird niemals langweilig!

Martina Wegscheider

Auch wenn ihr Job Opfer fordert, sie ihre Familie und Freunde selten sieht und es wenig Sicherheit und Beständigkeit gibt, kann sie sich inzwischen keinen besseren vorstellen: „Am Ende geht es mir darum, dass ich in meinem Job kreativ sein kann, Menschen helfen und neue Erfahrungen sammeln kann. Kein Tag ist wie der andere, und es wird niemals langweilig.“

Sie arbeitet an den wohl schönsten und außergewöhnlichsten Orten der Welt

Auf Instagram postet sie regelmäßig von den Orten, an die ihr Job sie führt – einige davon sind die wohl schönsten und außergewöhnlichsten der Welt, wie zum Beispiel Tavarua, eine herzförmige Trauminsel im Südpazifik, auf der sie zweieinhalb Monate mit Julia Mancuso trainierte.

Bei diesen Fotos kann man schon etwas neidisch werden, aber vor allem ist Martina eine wahnsinnig fröhliche, starke und inspirierende Frau, die jede Chance genutzt hat und belohnt wurde: mit dem besten Job ever.

Sie glaubt, dass jeder die Möglichkeit hat, etwas Großes zu erreichen, wenn man sich nur traut. Ihre Message? „Sei mutig und sieh, was passiert – nichts passiert, wenn du einfach daheim sitzt!“

Wohin der Weg für sie noch geht? Das kann man nie genau wissen. Momentan arbeitet sie für das kanadische Damen-Skiteam in Neuseeland und absolvierte kürzlich ihre Yogalehrer-Ausbildung auf Bali. Wenn man sie fragt, was als Nächstes kommt, antwortet sie mit einem Grinsen: „Lass dich mal überraschen!“

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